Schafhaltung

Schafe hüten: Der Sieg bleibt in Triesdorf

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Helga Gebendorfer
am Montag, 08.10.2018 - 13:16

Beim Landesleistungshüten holte Andreas Smietana den Sieg. Er trieb mit seinem Hund die Schafe durch die verschiedenen Stationen wie „enges Gehüt“, Engweg oder auch eine Brücke harmonisch wieder zurück in den Pferch.

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Schafe ordentlich hüten ist eine Kunst, die nicht jeder gleich gut beherrscht. Beim Landesleistungshüten im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Landesverband Bayerische Schafhalter“ Anfang September in Triesdorf zeigten sechs Teilnehmer ihr Können und stellten sich dem Wettbewerb. Zahlreiche Zuschauer ließen sich die Arbeit mit den Schafen und Hunden nicht entgehen und säumten den Rand des Parcours.
Zum Einsatz kamen Deutsche Schäferhunde, Altdeutsche Hütehunde und Strobel. Wolfgang Thomann vom AELF Kitzingen kommentierte: Alle Schäfer wissen, dass der Hütehund für sie einen unentbehrlichen Partner darstellt. Als eingespieltes Team können sie miteinander die anfallende Arbeit bewältigen.
Die erste Aufgabe war das Auspferchen, bevor die Herde mit dem „engen Gehüt“ an die zweite Station zog. Hier heißt es, die Tiere in einem schmalen Streifen in Ruhe fressen zu lassen, wobei der Hund die Herde in engen Grenzen hält, ohne sie zu beunruhigen. Der Schäfer geht im hinteren Drittel und zieht langsam mit, während der Vierbeiner die Grenzen wehrt.
Weiter ging es im Engweg, wo die Schafe rechts und links des Weges keinen Schaden machen durften und Hund und Schäfer sie innerhalb dieser Grenzen halten mussten. Beim anschließenden „weiten Gehüt“ konnten sich die Schafe zum Fressen ausbreiten. Über die Brücke ging es wieder zurück zum Einpferchen und das Ziel des Hütens, die Schafe gesund und satt in den Pferch zurückzubringen, ohne Schaden zu machen, war erfüllt.
„Wir haben gute Leistungen gesehen“, zog Hüterichterin Renate Baierlein vom AELF Kitzingen bei der Siegerehrung Bilanz. Gewonnen hat Andreas Smietana, Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf-Weidenbach, mit 104 Punkten. Er hat Bayern im Bundesleistungshüten der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände am 22. und 23. September vertreten, wo er Fünfter von zwölf Teilnehmern geworden ist.
Auf Platz 2 folgte Julian Schulz, Oberelsbach, mit 96 Punkten und den dritten Platz eroberte sich Thomas Inzelsberger, Amberg, mit 90 Punkten. Die übrigen Platzierungen nahmen ein: Thomas Bruder, Karlstadt-Wiesenfeld, mit 81 Punkten, Florian Hirsch, Hagenbüchach, mit 72 Punkten und Alexander Smietana, Weidenbach, mit 71 Punkten.