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Ressourcen

Rindfleisch trägt zu nachhaltiger Regenwassernutzung bei

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Redaktion Wochenblatt
am Montag, 27.12.2021 - 13:30

Für die Erzeugung von Rindfleisch wird viel Wasser benötigt. Doch es gilt, zwischen grünem und blauem Wasser zu unterscheiden.

Kuh Wasser

Für die Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch werden laut wissenschaftlichen Studien rund 15 000 l Wasser benötigt. In erster Linie für das Wachstum der Futterpflanzen. Wegen des hohen Ressourcenverbrauches war und ist das oft Anlass für Kritik.

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) weist jedoch darauf hin, dass es hierbei größtenteils um Regenwasser, sogenanntes „grünes Wasser“, handle. Dieses nutzten die Pflanzen für ihr Wachstum und gäben es in Form von Wasserdampf wieder in die Umgebung ab; es existiere somit ein Wasserkreislauf.

Nur zwei Prozent aus dem Grundwasser

Es müsse zwar auch Grundwasser als „blaues Wasser“, vor allem für die Tränke der Tiere, zugekauft werden. Doch macht dies laut BRS nur knapp 2% des Wasserbedarfs je Kilogramm Rindfleisch aus.

Es werde beispielsweise etwa 60 % weniger blaues Wasser als für die Produktion von einem Kilogramm Nüsse benötigt. Wie der Verband weiter erläuterte, hängt der Wasserfußabdruck des Rindfleischs stark vom Standort ab. Aufgrund der Niederschlagsmengen zähle Deutschland zu den begünstigten Erzeugungsstandorten der Erde. Der Export von Rindfleisch in regenarme Regionen trage damit auch zur Entlastung dieser Regionen beim Wasserverbrauch bei.

Wasser bleibt im Kreislauf

Da landwirtschaftlich genutzte Flächen für die Neubildung von Grundwasser von Bedeutung seien, trage die Landwirtschaft darüber hinaus zu einem natürlichen Wasserkreislauf bei. Das in der Landwirtschaft verwendete Wasser werde zu einem großen Teil wieder auf die Flächen zurückgeführt.

 

Mit Material von AgraEurope