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Auktion

Rinderversteigerung: Rekordpreis in Bozen

Erst bei 17.930 Euro erhielt der Käufer aus dem Allgäu den Zuschlag vom Versteigerer Walter Hainz für das Rind Barca Britta von Michael Joas.
Josef Berchtold
Josef Berchtold
am Donnerstag, 08.12.2022 - 10:45

An der Elite in Bozen kostete Barca-Tochter Britta brutto 17930 €. Noch nie wurde ein so teures Tier versteigert.

Mit einem Paukenschlag endete die Elite 2022 in Bozen: Zu einem Zuschlagspreis von netto 16 300 € wurde die Barca-Tochter Britta von Michael Joas aus Vierschach/Innichen versteigert. In Südtirol ist es üblich, den Bruttopreis anzugeben, den die meisten Bauern erhalten, hier liegt Brittas Spitzenpreis bei 17 930 €. Das ist der höchste Preis, der je in Südtirol für ein Rind bezahlt wurde.

Britta stammt aus der Kuhfamilie von Arrow und Asos und ist mit Rank 99, ZW Typ 125 und ZW Euter 128 sowie ITE +878 auch genetisch sehr interessant. Das Rind geht ins bayerische Oberallgäu zu Thaddäus Göhl, Tiefenbach.

Weitere Tiere über 5000 Euro

Finale Braunvieh Kühe: In der Mitte die Gesamtsiegerin Edgard Flocke, links Reservesiegerin Passat Naja, rechts Gesamtdritte Bender Tea.

Doch auch darüber hinaus lief die Eliteauktion gut: 5544 Euro erreichte eine elegante Bender Zweitmelkkuh von Anton Trafoier, Ebenhof, in St. Nikolaus/Ulten, das Spitzentier mit bestem Euter ging ins Schlerngebiet. Eine exterieurstarke trächtige Antonov-Kalbin, gezüchtet von Johanna Stoll Durnwalder und verkauft von Erika Messner Egger, ging für 5302 Euro zu einem Kunde nach Bergamo. Einen guten Preis erzielte auch das erst 2 Monate alte Bender Zuchtkalb von Stephan Breitenberger, Treinhof in St. Nikolaus/Ulten: für 4.774 Euro ging es zu einem jungen Züchter in das Ultental zurück. Eine von Hermann Weithaler aus Naturns gezüchtete und von Stefan Stocker, Pritzi in Plawenn/Mals aufgetriebene sehr schöne Bender Jungkuh kaufte für 4.510 Euro ein Kunde aus Parma.

Gute Durchschnittspreise

Die Durchschnittspreise (incl. 10% MwSt) für Braunvieh:

  • Jungkühe (4) 3951 €,
  • Zweitkalbskuh (1) 5544 €,
  • Kalbinnen (7) 3881 €,
  • Jungrinder (4) 6022 €,
  • Zuchtkalb (1) 4774 €,
  • Embryonen (4) 786 €);

Original Braunvieh:

  • Drittmelkkühe (2) 4081 €,
  • Jungrinder (2) 2464 €,
  • Embryonen (2) 600 €.

Bei den fünf Jerseytieren lag der Höchstpreis bei 3278 €.

Cadalbert richtet Jungzüchter

Für einen tollen Auftakt der Veranstaltung sorgten am Freitag Abend die Jungzüchter mit über 100 Schautieren, die in 14 Kategorien von Samuel Cadalbert aus der Schweiz rangiert wurden. Die Champions:

Braunvieh-Kühe: Gesamtsiegerin Edgard Flocke von Tobias Karnutsch, Simeon, St. Walburg; Gesamt-Reservesiegerin Passat Naja von Manuel Platzgummer, Nörderberg, Naturns; Gesamt-Dritte Bender F.M. Tea von Veronika Frener Prast, St. Leonhard;

Eutersiegerin: Bender Grille von Elias Prieth, Gstapin, Ums, Völs;

Jungrinder/Kalbinnen: Gesamtsiegerin Aldo Princess von Martina Barri, St. Gertraud/Ulten;

Original-Braunvieh Rinder: Gesamtsiegerin Oreste Viktoria von Peter Franzelin, Häsi, Truden;

Den Wettbewerb der besten Vorführer konnte Martina Barri vom Messnerhof in St. Gertraud/Ulten vor Tobias Karnutsch, Simeonhof in St. Walburg/Ulten für sich entscheiden. Mehr zur ELITE und den Nachzuchten sowie der Jungzüchterschau in Rinderzucht Braunvieh. Ein Probeheft gibt es unter www.dlv.de/meinbrownswiss