Klimaschutz

Rinder: Weniger Methanausstoß durch Zitronengras

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am Freitag, 23.04.2021 - 10:10

Ein Feldversuch bei Rindern ergab, dass durchschnittlich 15 % weniger Methan beim Verdauen ausgestoßen werden.

Bullenmast-Fresstisch

Wien - Die Schule HBLFA Raumberg-Gumpenstein hat einen mehrmonatigen Feldversuch durchgeführt. In Anlehnung an eine Studie der Freien Universität Mexiko sollte der Effekt einer Zitronengras-Futterzugabe auf die Methan-Konzentration in der Atemluft bei Masttieren unter österreichischen Bedingungen untersucht werden. Es wurde festgestellt, dass die im Feldversuch Rinder um durchschnittlich 15% weniger Methan beim Verdauen ausstoßen.

Im Rahmen des Feldversuches standen 47 Maststiere im Gewichtsbereich zwischen 300 und 600 kg in acht Boxen zu je sechs männlichen Tieren bereit. Die Tiere wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei eine zusätzlich mit 100 g Zitronengras pro Tag (Rationsanteil je nach Alter: 1,2 bis 1,7% - Inhaltsstoff Tannin für die Reduktion verantwortlich) gefüttert wurde. Zwischen September und Dezember 2020 (vier Messperioden zu je drei Wochen) wurde jede Box zweimal mit und zweimal ohne Zitronengras gefüttert. Am Ende jeder Messperiode wurde die Konzentration von Methan (CH4) in der Atemluft der Rinder gemessen. Zusätzliche Sensoren informierten über die Vorgänge im Rindermagen.

Das Ergebnis: Die Fütterung von 100 g Zitronengras pro Tag reduziert die Methanemissionen in der Atemluft im Mittel um 14,6%. Teilweise wurden die CH4-Emissionen sogar um 23,4% verringert. Es gab keine negativen Auswirkungen im Pansen bei dieser Menge von Zitronengras. Alle Ergebnisse der Magensensoren sind im Verlauf typisch und unterscheiden sich statistisch nicht.