Jagd

Rekordstrecke in Bayern bei der Wildschweinjagd

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Ulrich Graf
am Dienstag, 11.09.2018 - 13:51

Bayerns Jägerinnen und Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison mehr als 95.000 Wildschweine erlegt – so viele wie nie zuvor.

Das sei ein wichtiger Beitrag, um die negativen Folgen der ständig wachsenden Zahl an Wildschweinen wie Wildunfälle, Flurschäden oder Seuchengefahr einzudämmen. erklärte Landwirtschaftsministerin Michaele Kaniber. Gerade mit Blick auf die aus Osteuropa herannahende Afrikanische Schweinepest sind laut Kaniber die Anstrengungen der Jäger nicht hoch genug einzuschätzen, denn: „Ein Ausbruch hätte gravierende Folgen für Tiere, Landwirtschaft, Wirtschaft und Jagd.“ Umso wichtiger sei es, alles zu tun, um die Schweinepest von Bayern fernzuhalten. Weil die Wildschweine das Virus übertragen können, ist laut Kaniber eine intensive Bejagung unverzichtbarer Bestandteil einer effizienten Vorsorgestrategie. 

Bereits 2015 hatte das Landwirtschaftsministerium ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von Schwarzwild auf den Weg gebracht und so Spielräume für ortsspezifische Lösungen geschaffen – etwa eine verstärkte revierübergreifende Zusammenarbeit bei Bewegungsjagden und bei der Koordination von Kirrungen (Anlockfütterungen), die Verwendung von Nachtsichttechnik, den Einsatz von Saufängen oder die Anlage von Bejagungsschneisen. Seit dem vergangenen Dezember gibt es zudem eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro erlegtem Tier. Im Jagdjahr 2016/2017 hatten Bayerns Jägerinnen und Jäger rund 61.000 Wildschweine erlegt.