Tierschutz

Rehkitzrettung: Die meisten Drohnenanträge kommen aus Bayern

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 12.11.2021 - 14:30

Knapp 1000 Drohnen und über 3,44 Mio. € Förderung, lautet die Bilanz des Bundesagrarministeriums. Ein großer Anteil davon ging nach Bayern.

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Beim Drohnenprogramm zur Rehkitzrettung hat das Bundesagrarministeriums (BMEL) die Anschaffung von 993 Drohnen mit einem Fördervolumen von 3,44 Mio. Euro unterstützt. Von den bisher genehmigten 684 Förderanträgen stammen 160 aus Bayern. 149 Anträge kamen aus Niedersachsen, 84 aus Schleswig-Holstein.

Eine Abfrage unter Vereinen mit positivem Förderbescheid im Juli 2021 ergab laut BMEL zudem, dass dadurch in der diesjährigen Mahdsaison bis Juli bereits 196 Drohnen eingesetzt wurden und damit etwa 6000 Rehkitze gerettet werden konnten.

Rehkitze retten mit innovativer Technik

Klöckner: Gerettete Rehkitze werden mehr

Die geschäftsführende Bundesministerin Julia Klöckner wertet das als vollen Erfolg. „Wir setzen auf effektiven Tierschutz durch modernste Technik. Vor allem sorgen wir durch unsere Förderung dafür, dass diese Technik auch flächendeckend zum Einsatz kommt,“ so die Ministerin. Dass dadurch bereits so viele Tiere vor dem Mähtod bewahrt werden konnten, freue sie sehr. Sie geht davon aus, dass die Zahl der geretteten Tiere ab dem kommenden Jahr noch steigen wird, wenn alle geförderten Drohnen im Einsatz sind.

Das zweistufige Antragsverfahren startete am 19. März 2021 und endete am 30. September 2021 mit der Einreichungsfrist der Auszahlungsanträge. Pro Verein wurden bis zu zwei Drohnen bezuschusst. Aufgrund der großen Anzahl an Teilnehmenden hatte die Bundesministerin das Förderprogramm von 3 auf 3,7 Millionen Euro aufgestockt.