Milchviehfutter

QM-Milch verschärft Vorgaben für Futtermittelbezug

Futter, Kraftfutter, Getreide
Agra-Europe
am Montag, 23.12.2019 - 12:58

Beim Qualitätsmanagement Milch ist die bisherige Unbedenklichkeitsbescheinigung für Futtermittel nicht mehr gültig. Alle Hersteller und Händler von Futtermitteln müssen sich nun zertifizieren lassen.

Berlin - Beim Qualitätsmanagement Milch (QM-Milch) ist mit Beginn des neuen Jahres die bisherige Unbedenklichkeitsbescheinigung für Futtermittel nicht mehr gültig. Wie die Qualitätssicherer am vergangenen Donnerstag (19.12.) mitteilten, wurde in der Kooperation zwischen der deutschen Milch- und der Futtermittelwirtschaft die „Futtermittelvereinbarung über den Einsatz von Futtermitteln in der Milcherzeugung“ geändert.

Dabei sollen strengere Vorgaben die Sicherheit erhöhen. Bisher hatten Unternehmen, die Futtermittel an Milcherzeuger verkauften, die Möglichkeit, über eine Selbsterklärung die Unbedenklichkeit ihrer Erzeugnisse zu bescheinigen. Mit dem Wegfall der Unbedenklichkeitsbescheinigung müssen sich nun alle Hersteller und Händler von Futtermitteln bei anerkannten Standardgebern, wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH oder die GMP+ International, zertifizieren lassen, um ihre Produkte ins QM-Milch-System liefern zu können.

Die QM-Milchlieferberechtigten Unternehmen müssen die Anforderungen der Futtermittelvereinbarung anerkennen und werden in zentralen Listen registriert. Durch die Teilnahme an einem anerkannten Zertifizierungssystem unterliegen laut QM-Milch die Futtermittelunternehmen strengen Vorgaben und einem kontinuierlichen Monitoringprogramm auf unerwünschte Kontaminanten in ihren Futtermitteln.

Bei Überschreitungen von Richt- und Aktionsgrenzwerten sowie Höchstgehalten greift dann ein abgestimmtes Informations- und Warnsystem zwischen den Standardgebern der Futtermittelbranche und QM-Milch. Zusammen mit den weiteren Unterzeichnern der Futtermittelvereinbarung schafft QM-Milch damit nach eigenen Angaben ein Plus an Sicherheit von Futtermitteln, die für die Milcherzeugung genutzt werden.