Tierseuche

Petition zur nachhaltigen Schweinepest-Bekämpfung gestartet

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 19.08.2021 - 09:32

Initiative Schweinehaltung Deutschland warnt vor zunehmenden Problemen, wenn Seuche sich weiter ausbreitet.

Wildschweinezaun-Brandenburg

Die Initiative Schweinehaltung Deutschland (ISD) hat vor kurzem eine Online-Petition „ASP beenden = gesunde Tiere schützen“ gestartet, damit die Politik Schutzmaßnahmen gegen die Afrikanische-Schweinepest (ASP) konsequent umsetzt. Bisher haben über 1900 Personen die Petition unterschrieben. Seit knapp einem Jahr ist die ASP in Deutschland ausgebrochen, noch immer steigen die ASP-Fälle an, und wird in neuen Landkreisen entdeckt. Die Initiative hat dazu eigene Vorschläge erarbeitet, wie die Behörden vorgehen sollen, zum Beispiel zunächst das Ausbreitungsgebiet nachhaltig begrenzen.

Nach ISD-Auffassung nach ist die nachhaltige Bekämpfung existentiell für die deutschen Schweinehalter. Ohne eine richtige Bekämpfung befürchtet die ISD, dass sich die ASP in Deutschland weiter ausbreitet. Schon jetzt sei die Lage der Betriebe in den betroffenen Gebieten dramatisch. Bereits mehr als 10 Schweinehalter mussten ihre Tierhaltung aufgeben. Vor kurzem mussten gar über 200 Hausschweine in einem Bio-Betrieb und Tiere in zwei Kleinsthaltungen gekeult werden.

Aktuell sind bundesweit 1.923 ASP-Fälle bestätigt, davon entfallen auf Brandenburg 1.511 und aus Sachsen 412 Fälle.