Unwetter

Wo Sie ÖVF-Zwischenfrüchte verfüttern dürfen

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 24.09.2021 - 09:04

Der Bund hat die Futternutzung von Zwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen nun erlaubt. Das sind die Regionen in Bayern.

Zwischenfrucht-Herbst

Aufgrund der Hochwasser- und Starkregenereignisse in einigen Gebieten Deutschlands hat der Bund die uneingeschränkte Futternutzung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfruchtanbau oder Untersaaten in den betroffenen Gebieten ermöglicht.

Folgende Landkreise sind in Bayern laut Bayerischem Bauernverband (BBV) davon erfasst: 

  • Ansbach,
  • Berchtesgadener Land,
  • Erlangen/Höchstadt,
  • Forchheim,
  • Fürth,
  • Haßberge,
  • Hof,
  • Kitzingen,
  • Miesbach,
  • Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim,
  • Oberallgäu,
  • Rosenheim,
  • Roth,
  • Schweinfurt,
  • Traunstein und
  • Würzburg. 

Auch für die kreisfreien Städte Ansbach, Erlangen, Fürth, Hof und Schweinfurt gilt die Freigabe. Hier hat der Freistaat bereits die ÖVF-Brachen zur Futternutzung freigegeben.

Diese Freigabe können Landwirte in den betroffenen Gebieten ab sofort ohne Antragsstellung nutzen. Alle weiteren Auflagen, wie mindestens zwei Komponenten bei der Saatgutmischung der ÖVF-Zwischenfruchtmischung oder die Möglichkeit des Umbruchs nicht vor dem 15. Januar, gelten unabhängig davon weiter. Der Aufwuchs dieser ÖVF-Flächen muss 8 Wochen nach der Saat auf der Fläche stehen und darf dann erst genutzt werden.
 

Weitere Freigaben auf Antrag möglich

Unabhängig davon besteht bayernweit die Möglichkeit, eine Ausnahmesituation wegen ungünstiger Witterungsereignisse, zum Beispiel Hagelschlag, auch im Einzelfall durch das Landwirtschaftsamt (AELF) nach einer fachlichen Bewertung, ob für den Betrieb ein Futtermangel besteht, anzuerkennen. Betriebe, die die Ausnahmeregelung nutzen wollen, sollten sich umgehend an ihr Landwirtschaftsamt wenden, empfiehlt der BBV.

Auch ist die Möglichkeit von der Nachbarschaftshilfe zwischen Ackerbau- und Futterbaubetrieben möglich. Die entsprechenden Vorgaben der Düngeverordnung vor Ort sind zu beachten.

Der Bauernverband hatten sich intensiv für diese Möglichkeit der Futternutzung eingesetzt, die gerade Tierhaltungsbetrieben hilft, die Schäden am Aufwuchs durch Hochwasser oder Starkregen zu verkraften haben.

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