Futtermittel

Mehr gentechnikfreies Rapsschrot im Mischfutter

Rapsblüte
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Dienstag, 31.03.2020 - 11:56

Die Verwendung von Ölschroten aus Raps und Sojabohnen zur Futtermittelherstellung ist zwar in den vergangenen vier Jahren gesunken, der Anteil von Rapsschrot aber gewachsen.

Berlin - Der Einsatz von Ölschroten im Mischfutter ist in den vergangenen vier Jahren stetig zurückgegangen. In der ersten Wirtschaftsjahreshälfte 2015/16 wurden 3,4 Mio. t verwendet, 2019/20 waren es mit 2,84 Mio. t rund 17 % weniger. Besonders deutlich ist dabei der Anteil von Sojaschrot gesunken, nicht zuletzt infolge des rückläufigen Schweinebestandes. Die Verarbeitung nahm um fast 30 % auf ca. 1,2 Mio. t ab. Der Einsatz von Rapsschrot ist dagegen um 10 % auf ca. 1,3 Mio. t zurückgegangen.

Gleichzeitig haben sich die Anteile der Schrote an der Gesamtverarbeitung verschoben. Während der Anteil von Sojaschrot in den vergangenen vier Jahren von 48 auf 41 % schrumpfte, nahm der von Rapsschrot von 41 auf 44 % zu.

Großteil des Sojaschrots gentechnisch verändert

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Nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (mbH) ist der größte Teil des in der Futtermittelherstellung verarbeiteten Sojaschrotes gentechnisch verändert und wird aus Drittstaaten, insbesondere aus Argentinien, den USA oder Brasilien importiert. Dieses wird hauptsächlich in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt.

Eine Ursache für die Nachfrageentwicklung nach gentechnikfreiem Rapsschrot ist die zunehmende Kennzeichnung der Milchprodukte „ohne Gentechnik“ und der Futterwert des Rapsschrotes. Fütterungsvorhaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) bestätigten wiederholt die gute Eignung von Rapsschrot als alleinige Proteinkomponente in der Milchviehfütterung.