Maisernte

Mais - sensibel und doch robust

Mais häckseln
Max Riesberg Portrait
Max Riesberg
am Donnerstag, 05.09.2019 - 09:41

Was früher als Zuckerl im Futterbarren landete, ist längst zur Grundlage einer leistungsgerechten Fütterung in der Milchviehhaltung und Bullenmast geworden.

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Die Maissilage ist heute in der Tierhaltung für viele nicht mehr wegzudenken. Und das Vieh frisst das saftige Futter mit Wonne. Doch die Sensibilität von Mais gerade beim Konservieren ist nicht zu unterschätzen. Es kann viel schief gehen, auf dem Weg bis zum Futtermischwagen.

Heuer hatte der frisch gesäte Mais besonders mit den kühleren Temperaturen im Mai zu kämpfen. Das Auflaufen geschah eher zurückhaltend, doch dann schob bei hochsommerlichen Spitzentemperaturen die wärmeliebende Futterpflanze aus Südamerika in die Höhe. Nur der auf längere Zeit fehlende Niederschlag in einigen Regionen Bayerns gab der Wachstumsexplosion wieder einen mehr oder weniger starken Dämpfer. Vor allem die Franken können von starken Standortschwankungen ein Lied singen. In unseren Breitengraden spielt der Klimawandel dem Mais aber eigentlich in die Karten.

Dabei stellt die Pflanze vor allem ihre Robustheit eindrucksvoll unter Beweis, vorausgesetzt sie bleibt von schweren Unwettern verschont. Wo sich der Mais also jetzt in voller Pracht in den Herbsthimmel reckt, kann es in wenigen Tagen losgehen.

Wenn die großen Häcksler wieder anrücken, sollte dann alles parat stehen. Denn nur, wenn bei der Ernte alles glattläuft, rentiert sich auch der Aufwand für die Futterwerbung. Sind die Siloanlagen einwandfrei? Wie sieht es mit dem Futtervorrat aus? Und kann die Erntekette optimal aufeinander abgestimmt werden? – Behalten Sie also bei der allgemeinen Hektik unbedingt den Überblick. Unsere Tipps zum Maissilieren können Ihnen dabei sicher helfen. Und spätestens, wenn das Vieh im Stall genüsslich in sich hineinmampft und die Milch im Tank fließt, wissen Sie dass es sich gelohnt hat.