Teichwirtschaft

Karpfensaison eröffnet: Gute Durchschnittsernte erwartet

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Fritz Arnold
am Donnerstag, 19.09.2019 - 14:45

Teichwirte erwarten bei den Karpfen eine gute Durchschnittsernte.

Wassertrüdingen/Mfr. Wegen der außergewöhnlichen Trockenheit gab es zwar in manchen „Himmelsweihern“ ohne Zufluss aus einem Gewässer Totalausfälle, doch insgesamt erwarten die Teichwirte bei den Karpfen eine gute Durchschnittsernte. Bei der Eröffnung der Karpfensaison bezeichnete Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer den Karpfen als ein Paradebeispiel für kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher.
In Mittelfranken werden rund 40 % aller bayerischen Karpfen erzeugt. Bundesweit komme die Hälfte der Produktion aus Bayern. Dies war Anlass für den Ministerialdirektor, die landesweite Eröffnung der Saison zum Abfischen der Weiher nach Wassertrüdingen auf das Gelände der Landesgartenschau zu verlegen.
Die Aktion habe den Zweck, den Karpfen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Die vielen kleinen Teiche von oft weniger als einem Hektar seien wichtig in der Landschaft und für die Artenvielfalt. Bittlmayer unterstrich die Funktion für das Kleinklima, die positiven Auswirkungen bei Hochwasser und bei Trockenheit.
Allerdings haben die Familienbetriebe, die zur Hälfte die Teiche im Nebenerwerb bewirtschaften, mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen, räumte er ein. Durch geschützte Wildtiere wie Kormoran, Biber und Fischotter entstünden enorme Verluste, so dass sich das Interesse der jungen Generation an einer Weiterbewirtschaftung in Grenzen halte. In der Oberpfalz sei ein Pilotprojekt gestartet worden um zu erproben, wie die Entnahme des Fischotters trotz des strengen Schutzstatus dort ermöglicht werden könne, wo Abwehrmaßnahmen nicht möglich sind.
Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig sagte in der dem ersten Abfischen folgenden Pressekonferenz hinsichtlich Kormoran und Fischotter: „Die Teichwirte wollen keine Entschädigung, sondern eine Verhinderung der Schäden.“ Dies gelte auch hinsichtlich der Biber. FA