Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Feuerwehreinsatz

Kalb gerettet, einem Feuerwehrmann stinkt's

Feuerwehr
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 14.12.2021 - 08:58

Harmlos aber anrüchig: Bei der Rettung eines Kalbes aus einer Güllegrube ist einem Feuerwehrmann ein Missgeschick unterlaufen.

Für einen Landwirt aus Reuth in der Gemeinde Weißenbrunn begann der Tag mit einer Überraschung. Als er morgens seine Tiere versorgen wollte, bemerkte er, dass ein Kalb fehlte. Die Lösung war schnell gefunden. Eine üblicherweise geschlossene 60 x 60 cm große Bodenluke stand offen. Durch sie war das Kalb in die rund drei Meter tiefe Güllegrube gestürzt.

Zum Glück hatte sich das Tier dabei nicht verletzt. Die Güllestand von etwa einem halben Meter reichte aus, um den Fall zu bremsen, war aber so niedrig, dass das Tier stehen konnte.

Einsatzkräfte rücken an

Güllegrube

Zur Bergung rief der Landwirt die Feuerwehr zur Hilfe. Diese sorgten für eine professionelle Bergung. Zwei Feuerwehrleute stiegen in Schutzanzügen in die Grube hinab und legten dem Kalb Bandgurte an. Anschließend hievte das Einsatzteam das Kalb mit einem Hebegeschirr wieder ans Tageslicht.

Damit alles wieder gut? Nicht ganz: Trotz der gelungenen Rettung des Kalbes sei die Aktion zumindest für einen Kameraden ein richtiger "Scheiß-Einsatz" gewesen, sagte Kreisbrandmeister Reichel mit einem Augenzwinkern dem BR. Der Kamerad war in die Güllegrube gestürzt. Mit einer vollgelaufenen Wathose stieg er aus ihr wieder heraus.