Tierfütterung

Insektenfutter für Tiere

Insekten
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 17.03.2021 - 11:15

Insektenbasierte Futtermittel werden weltweit zunehmend als Tierfutter eingesetzt. Es gibt bereits fertige Lösungen dafür.

Lutten - Insekten in der Fütterung erlangen zunehmende Bedeutung. Das liegt einerseits am hohen Proteingehalt; andererseits an den effizienten, nachhaltigen Produktionsmöglichkeiten zur Deckung der steigenden Nachfrage. Überdies ist es erwiesen, dass die antioxidativen Inhaltsstoffe und der Geschmack der Futtermittel die Gesundheit und das Wohlbefinden von Tieren fördern.

Der niedersächsische Spezialist für Schweinefütterung, Weda Dammann & Westerkamp, hat im In- und Ausland bereits Produktionsanlagen für Insektenlarven errichtet. „Bei derartigen Projekten kommt insbesondere unsere Expertise aus den automatisierten Flüssigfütterungssystemen für die Schweineproduktion zur Anwendung“, berichtet Weda-Produktmanager Jens Feldhaus.

Proteingehalt bis zu 55 Prozent

Eine Insektenart, die bereits erfolgreich in Weda-Anlagen gefüttert wird, ist die schwarze Soldatenfliege. Die Larve der bis zu 17 Millimeter langen Fliege verwertet nahezu alle organischen Reststoffe. Daraus gehen, je nach Futterzusammensetzung, Larven mit einem Proteingehalt von bis zu 55 Prozent hervor. Die Aufzuchtstationen, in denen die pflegeleichte Fliegen ihre Eier in einer Wabenstruktur ablegt, müssen richtig befeuchtet, beleuchtet und auf 30° Grad beheizt werden. Die Junglarven werden anschließend auf den ausdosierten Substratbrei gelegt. Die gemästeten, ausgewachsenen Maden werden für die Futtermittelherstellung geerntet. Ein Teil dieser Larven-Ernte darf sich verpuppen und sichert den Bestand der nächsten Insektengeneration.

Modular aufgebaute Fütterungstechnik

In diese individuellen Insektenfütterungs-Anlagen lassen sich die modularen Fütterungstechnologien des niedersächsischen Weltmarktführers Weda integrieren. Deren Anwender haben das identische Anforderungsprofil wie Schweinehalter: Sie legen Wert auf Produktionssicherheit, Fütterungsgenauigkeit und Hygiene – bei einfacher Bedienbarkeit und niedrigen Kosten. So kommt es in den Zucht-Anlagen vor allem auf den richtigen Substratmix, dessen reibungslose Logistik sowie auf ihre effiziente Zerkleinerung und Hygienisierung an.