Vogelgrippe

Geflügelpest: Erster Fall bei Hausgeflügel

Gänse
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 25.10.2021 - 16:00

Am vergangenen Wochenende ist der erste Fall der Geflügelpest in einer Hausgeflügelhaltung in diesem Herbst amtlich festgestellt worden.

In dem betroffenen Betrieb im Kreis Dithmarschen, Schleswig Holstein, mit rund 700 Mastgänsen wurde das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 nachgewiesen. Zudem wurde dieser Subtyp bei 18 weiteren tot aufgefundenen Wildvögeln im Kreis Nordfriesland bestätigt. Die meisten wurden auf Süderoog, einzelne aber auch küstennah in Husum, auf Nordstrand sowie in den Reußenkögen gefunden.

Auffällige Tierverluste

In Bezug auf die jetzt betroffene Hausgeflügelhaltung war das Veterinäramt des Kreises Dithmarschen am vergangenen Freitag über auffällige Tierverluste und klinische Symptome im Bestand informiert worden. Umgehend wurden die erforderlichen Abklärungsuntersuchungen im Bestand eingeleitet und labordiagnostische Untersuchungen im Landeslabor Neumünster sowie im Friedrich-Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzlabor für Geflügelpest, durchgeführt.

Am Wochenende erfolgte der Nachweis des Geflügelpest-Subtyps H5N1. Gemäß den rechtlichen Vorgaben erfolgte heute (25.10.2021) die Tötung und Entsorgung aller Gänse der Haltung. Um den Ausbruchsbetrieb wurde eine Sperrzone eingerichtet, die aus einer Schutzzone von mindestens drei und einer Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern um den Betrieb besteht. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtliche Vorgaben für Geflügelhaltungen. Diese umfassen u.a. ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel. Weitere Informationen werden von den Kreisen Dithmarschen und Steinburg zur Verfügung gestellt und sind den Allgemeinverfügungen der Kreise zu entnehmen.