Sauenhaltung

Ferkelkastration - Fördergelder für Narkosegeräte

Schweine
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 28.02.2020 - 11:30

Um die Förderung zu erhalten, können Ferkelerzeugerbetriebe seit kurzem bei der BLE einen Antrag stellen.

Die Bundesregierung fördert die Anschaffung geprüfter und zertifizierter Narkosegeräte mit 60 % des Anschaffungswertes, jedoch maximal 5000 € pro Ferkelerzeugerbetrieb. Insgesamt stehen in diesem Jahr 20 Millionen Euro, entsprechend einem Gegenwert von 4000 geförderten Narkosegeräten zur Verfügung.

Die Förderrichtlinie wurde am 30 Januar 2020 veröffentlicht. Interessierte Ferkelerzeugerbetriebe können seitdem bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einen Förderantrag stellen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig: In Stufe 1 muss der Antragsteller seine Teilnahme an der Fördermaßnahme beantragen und dabei den Nachweis erbringen, dass er als Ferkelerzeuger förderberechtigt ist. Wird dies positiv beschieden, kann ein Isofluran-Narkosegerät bestellt und in Stufe 2 bis zum 1. September 2020 anhand des Kaufbelegs die Auszahlung der Fördersumme beantragt werden. Bis zum Jahresende erfolgt dann die Auszahlung der Fördergelder.

Noch fehlen die zertifizierten Geräte

Ende Januar 2020 sind die DLG-Prüfungen der Isofluran-Narkosegeräte für die Ferkelkastration angelaufen. Geprüfte und zertifizierte Geräte sind Voraussetzung für eine Investitionsförderung von Ferkelerzeugerbetrieben, die sich künftig für die Kastration unter Isoflurannarkose entscheiden. 

Somit ist der Anreiz für die Anbieter von Isofluran-Narkosegeräten groß, die Prüfung und Zertifizierung ihrer Geräte schnellstmöglich abzuschließen. Denn gefördert wird ein Gerät nur dann, wenn Funktionssicherheit, Arbeits- und Tierschutzkriterien nachweislich erfüllt worden sind. Der Faktor Zeit spielt also für den Verkauf der Geräte innerhalb des limitierten Zeitraums bis September 2020 eine wichtige Rolle.