Fachmesse

Eurotier rückt Lebensmittelkette in den Mittelpunkt

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 01.09.2020 - 15:05

Die Coronakrise sorgte für Störungen in den globalen Handels- und Wertschöpfungsketten und hat damit aufgezeigt, wie wichtig deren Tragfähigkeit für die Versorgung mit Lebensmitteln ist.

Frankfurt/Hannover -  Die Vorbereitungen zur Eurotier laufen. Die Fachmesse wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf den 9. bis 12. Februar 2021 verschobene. Sie setzt auf das Leitthema „Farming in the food chain“. Die Störungen in den globalen Handels- und Wertschöpfungsketten aufgrund der Coronakrise hätten gezeigt, wie wichtig deren Tragfähigkeit für die Versorgung mit Lebensmitteln sei, äußerrt sich der Messeveranstalter DLG . Die Branche brauche neue Strategien, um die neuen Herausforderungen zu bewältigen.

Auf der EuroTier 2021 werden Lösungen für diese Problemstellungen im Mittelpunkt stehen. Mehr als 1.500 Aussteller werden Innovationen für weitere, aktuelle Fragestellungen in der Tierhaltungsbranche präsentieren.

Fachliche Highlights der EuroTier

Das DLG-Special „Emission Control – Maßnahmen zur Emissionsminderung” in Halle 7 zeigt Lösungen und Innovationen von Fütterung, Haltung, Lüftung und Güllebehandlung, die helfen, Ammoniak im Stall zu minimieren oder bereits in der Entstehung zu verhindern.

Mehr Marge durch die Direktvermarktung verarbeiteter Produkte ist das Ziel vieler Landwirte. Technik und Dienstleistungen dazu werden im Special „Direktvermarktung“ in der Halle 7 sowie im direkten Umfeld von Milch- und Eiererzeugung in den Hallen 13 und 17 gezeigt.

In mehreren Sonderschauen werden Fachexperten zukunftsfähige „Gesamtbetriebliche Haltungskonzepte“ für die Tierhaltung präsentieren und zur Diskussion stellen. So hat eine Arbeitsgruppe aus anerkannten Beratern der Landwirtschaftskammern und Landesanstalten sowie Experten weiterer Organisationen Lösungen für die Ferkelerzeugung erarbeitet.

In Halle 15 werden unterschiedliche Stallmodelle, welche nach Ansicht der Experten die Anforderungen an eine moderne, tierwohlorientierte und nachhaltige Haltung von Sauen und Ferkeln erfüllen, ausgestellt.

Um den Kuhstall der Zukunft geht es in Halle 11: Experten der Landwirtschaftskammern und Landesanstalten stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um zum Beispiel die digitalen Innovationen bei Tierbeobachtung und Automatisierungstechnik zu präsentieren und zu diskutieren.

Wie der Junghennenstall der Zukunft aussehen kann, wird in Halle 17 in Form von Stallmodellen gezeigt. Die Stallvarianten erfüllen nach Ansicht der Experten die Anforderungen an eine moderne, tierwohlorientierte und nachhaltige Haltung von Junghennen.

EnergyDecentral mit Special „Energieerzeugung in der Landwirtschaft“

Wärme- und Stromerzeugung sind in der Landwirtschaft heute ein wichtiges Standbein für viele Betriebe. Das Fachprogramm der EnergyDecentral, der internationalen Fachmesse für innovative Energieerzeugung, nimmt dieses Thema in ihrem Fachprogramm im Rahmen eines eigenen Specials auf.

Im Fokus steht die smarte Nutzung der eigenerzeugten Elektrizität. Gezeigt werden Beispiele, wie die Leistung der Energieerzeuger in Abhängigkeit vom Bedarf gesteuert werden kann, der erzeugte Strom gespeichert und schließlich prognostiziert eingesetzt oder gewinnbringend vermarktet werden kann. Die Aussteller der EnergyDecentral werden in Halle 9 zu finden sein.