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Temperaturoptimum

Drei Rinder beheizen ein Wohnhaus

Rinder im Winter
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 01.02.2022 - 15:00

Durch die Pansenverdauung entsteht bei Rindern viel körpereigene Wärme. Deshalb empfinden Kühe niedrige Temperaturen als angenehm.

Rinder haben, sobald sie sich vom Milchtrinker zum Wiederkäuer entwickeln, eine hohe Wärmeproduktion, denn durch die Pansenverdauung entsteht viel körpereigene Wärme. Bei einer ausgewachsenen Kuh kann das 1,2 kW Wärmeleistung sein, was bedeutet, dass man mit der Abwärme von drei Kühen theoretisch ein kleines Wohnhaus beheizen könnte.

Rinder haben also bei höheren Temperaturen schnell ein Problem, die überschüssige Wärme an die Umgebung abzugeben. In Abhängigkeit ihrer Milchleistung kommen Kühe schon ab Temperaturen um die 16 °C in die Situation, dass es ihnen zu warm wird.

Daher ist es naheliegend, dass es den Rindern bei den derzeitig herrschenden Temperaturen keineswegs zu kalt ist, sondern ganz im Gegenteil, es ihnen richtig gut geht.

Temperaturbedarf beim Stallbau berücksichtigen

Des Öfteren kann sogar beobachtet werden, dass die Kühe sich gerne in den Schnee oder Regen hinausstellen. Einige Ställe sind deshalb mit einem Auslauf ausgestattet.

Moderne Ställe für Rinder müssen also Sommer wie Winter bestenfalls kühl bleiben, um es den Tieren möglichst angenehm zu machen. Bessere Klimatisierungsmöglichkeiten, die durch veränderte Fassaden und Dächer möglich sind, werden deshalb aus Sicht der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft im Stallbau größere Verbreitung finden.