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Trockenheit

Bundesumweltamt und Trockenheit: Eine Katastrophe jagt die nächste

Feldhäcksler
Max Riesberg
Max Riesberg
am Mittwoch, 17.08.2022 - 16:15

Die Gefahr der Futterknappheit schwebt schon jetzt wie ein Damoklesschwert über der Zukunft der Tierhaltung.

Max Riesberg

Was denn noch alles? Eigentlich kann man als Tierhalter in der Landwirtschaft derzeit nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ganz abgesehen von dem Irrsinn, der sich auf der politischen Ebene abspielt. Sei hier nur kurz die haarsträubende Forderung des Bundesumweltamtes erwähnt, eine CO2-Steuer auf Rinder einzuführen und die Tierhaltung auf 50 % zu reduzieren. Wahnsinn!

Katastrophale Trockenheit

Viele Landwirte in Bayern, aber auch über Landesgrenzen hinaus, haben in diesen Tagen wirklich mit einem ganz anderen, wirklich schwerwiegenden Problem zu kämpfen, nämlich der katastrophalen Trockenheit. Natürlich geht es immer noch schlimmer, wie beispielsweise der Blick nach Südeuropa zeigt. Aber auch hierzulande ist die momentane Situation ein bitterer Vorgeschmack auf das, was in puncto Klimawandel noch auf uns zukommen wird.

Dementsprechend verhalten fällt in diesem Jahr auch das vielgepostete „Maisfieber“ in den sozialen Netzwerken aus. Vier bis fünf Wochen früher als im vergangenen Jahr kann man in einem Großteil des Freistaats nur in Bestände fahren, in denen es nur so staubt. Grund, den Daumen hochzustrecken, ist das sicher keiner.

Futter wird knapp

Auch wenn es regional starke Unterschiede gibt und wir Ihnen noch die besten Tipps an die Hand geben, wie man das Futter vielleicht irgendwie retten kann: Die Gefahr der Futterknappheit schwebt schon jetzt wie ein Damoklesschwert über der Zukunft der Tierhaltung.

Nachhaltige Lebensmittelerzeugung ohne Tierhaltung kaum denkbar

Dabei sind sich die „seriösen“ Wissenschaftler allesamt einig: Eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung ohne Tierhaltung sei kaum denkbar. Das posaunte man postwendend in Richtung Bundesumweltamt. Wahnsinn, dass man solche Gefechte angesichts der ernsten Versorgungslage auf den Lebensmittel- und Futtermärkten überhaupt führen muss. Das Stroh scheint sich eben nicht nur gnadenlos auf den Feldern breit zu machen, sondern auch in so manchen Köpfen – und Strohfeuer ist das schon lange keines mehr.