Methanausstoß

Mit Bioenergie zu mehr Klimaschutz in der Tierhaltung

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Ulrich Graf
am Mittwoch, 04.09.2019 - 14:21

Die Bioenergieverbände haben ein Maßnahmenpapier zur Güllevergärung vorgelegt.

In dem Papier schlagen sie gemeinsam Instrumente vor, um die Nutzung von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen auszubauen und so zusätzlichen Klimaschutz und Erneuerbare Energien mit einer nachhaltigen Tierhaltung zu verbinden.

Gülle und Mist emittieren bei einer offenen Lagerung das Treibhausgas Methan. Durch die Vergärung dieser Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen können die Methanemissionen reduziert werden. Das ist eine der Optionen, um in der Tierhaltung Treibhausgase einzusparen und den Klimaschutz zu stärken.

Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie erklärte, dass momentan gerade einmal rund ein Viertel des in Deutschland anfallenden Wirtschaftsdüngers in Biogasanlagen vergoren wird. Allein dadurch würden jährlich Methanemissionen vermieden, die  über 2 Millionen Tonnen CO2 entsprechen. Hinzu komme noch die Einsparung von Treibhausgas durch die Bereitstellung klimafreundlicher Energie.

Die Bioenergieverbände schlagen daher vor, die Güllevergärung auf 60 Prozent zu steigern. Das würde zusätzlich ca. drei Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Dafür brauche die Bioenergiebranche aber wirtschaftliche Anreize seitens der Politik, mahnt die Leiterin des Hauptstadtbüros. „Wir haben nun eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, die auf dieses Ziel ausgerichtet sind und gleichzeitig zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat.“