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Förderung

Bayern schützt bedrohte Nutztierrassen

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Redaktion Wochenblatt
am Donnerstag, 23.09.2021 - 12:49

Im Jahr 2020 erhielten 827 Zuchtbetriebe für den Erhalt vom Aussterben bedrohter Rassen 910 000 Euro. Förderverfahren wird nun umgestellt.

Pinzgauer

Gefährdete heimische Nutztierrassen zu erhalten, ist erklärtes Ziel bayerischer Landwirtschaftspolitik. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mitteilte, unterstützt der Freistaat  die Züchtung von 21 verschiedenen bedrohten Nutztierrassen – Pferde und Rinder ebenso wie Schafe und Ziegen. Sie wären sonst vom Aussterben bedroht. Allein im vergangenen Jahr erhielten 827 Zuchtbetriebe für den Erhalt dieser Rassen rund 910.000 Euro.

Um das Förderverfahren zu beschleunigen, wurde es jetzt für alle Tierarten auf digital umgestellt. Bis zum 15. November können die Landwirte und Züchter nun für dieses Jahr ihre Förder- und Auszahlungsanträge online stellen.

 

Förderung im Überblick

  • Bayern begann 1975 als erstes Bundesland mit Erhaltungs- und Fördermaßnahmen zu Gunsten alter heimischer Nutztierrassen.
  • Allein seit 2009 hat sich die Anzahl solcher Rinder von 1.555 auf 4.550 fast verdreifacht, die der geförderten Schafe und Ziegen auf 13.665 verdoppelt.
  • Insgesamt hat sich der Bestand aller gefährdeten Nutztierrassen seit 2009 wieder mehr als verdoppelt.
  • Den Erhalt von Rinderrassen wie Gelbvieh, Murnau-Werdenfelser Rind, Original Braunvieh, Pinzgauer, Rotes Höhenvieh oder Ansbach-Triesdorfer hat der Freistaat 2020 mit insgesamt rund 550.000 Euro gefördert.
  • Für seltene Schaf- und Ziegenrassen wie Coburger Fuchsschaf, Rhön-, Brillen-, Stein-, Berg- oder Waldschaf, Bunte sowie Weiße Deutsche Edelziegen und Thüringer Waldziegen gab es rund 350.000 Euro.
  • Die Züchter von Pferderassen wie dem Rottaler und Leutstettener Pferd haben rund 10.000 Euro erhalten.

Detaillierte Infos zur Förderung bedrohter Nutztierrassen finden Sie beim Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Mit Material von Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten