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Schweiz

Atypische BSE festgestellt

Agra-Europe
am Mittwoch, 12.02.2020 - 08:44

Für den Betrieb, aus dem die 13 Jahre alte Kuh stammt, hat der Einzelfall keine Folgen.

Kuh

Bern - In der Schweiz hat es in der vergangenen Woche einen Fall von atypischer Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) gegeben. Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilte, handelt es sich um eine 13 Jahre alte Kuh, die mittlerweile notgeschlachtet wurde; der Tierkörper sei verbrannt worden.

Die vorgenommene Analyse habe ergeben, dass es sich nicht um die klassische BSE, sondern um die atypische BSE handle. Laut BLV kann die atypische BSE im Unterschied zur klassischen BSE spontan und ohne Bezug zu Tiermehl in Futtermitteln auftreten. Für den Betrieb, aus dem die Kuh komme, habe dieser Einzelfall deshalb keine Folgen.

Dem Bundesamt zufolge ist BSE in der Schweiz sehr selten. Der letzte Fall sei im Jahr 2012 aufgetreten. Deshalb gelte die Schweiz seit 2015 als „Land mit vernachlässigbarem BSE-Risiko“. Auch der neue Fall ändere den internationalen Seuchenstatus des Landes nicht. Das BVL hat den BSE-Fall nach eigenen Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und der Europäischen Union (EU-Kommission) gemeldet.