Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: So reagiert der Landkreis

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 10.09.2020 - 16:38

Der betroffene Landkreis hat Restriktionszonen eingerichtet und Bewirtschaftungsverbote verhängt. 17 Schweinehalter sind betroffen.

Afrikanische Schweinepest-Sperrbezirk

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa hat der Kreis unverzüglich den Krisenstab einberufen und entsprechende Maßnahmen festgelegt. Deutschland ist nun nicht mehr ASP-frei. Das hat Folgen auch für Bayerns Bauern.

Neben der Information der Bevölkerung umfasst dies in einem ersten Schritt das Einrichten von Restriktionszonen. Die Kernzone umfasst dabei einen Umkreis von bis zu drei Kilometern vom Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert sowie mit einem Betretungs- und Ernteverbot belegt.

Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das sogenannte gefährdete Gebiet, dem der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern folgt.
 

17 Betriebe betroffen

Wildschwein-Fundort-Brandenburg

Im gefährdetem Gebiet gibt es 17 gemeldete Schweinehaltungen, davon eine in der Kernzone. Die ersten Beprobungen sind bereits angelaufen. Weiterhin wird jedes erlegte beziehunsweise gefundene Fallwild beprobt und zu einer Kadaversammelstelle nach Bresnichen gebracht. Die Sammlung und Beprobung der erlegten und gesammelten Schweine führt der Holzhof Tauer durch.

Als weitere Maßnahme koordiniert der Landkreis in enger Abstimmung mit den Landkreisen Dahme Spreewald und Oder-Spree einen Zaunbau. Ebenso wird der Landkreis vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg vor Ort unterstützt.