Rinderhaltung

1.341 Rinderhalter haben Stalltüren dichtgemacht

Milchviehbetrieb-Österreich-Milchviehstall
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 14.12.2020 - 10:14

Die Zahl der Rinder in Bayern ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zurückgegangen. Die Zahl der Rinderhalter ist um 3,1 % gesunken.

Zum Stichtag 3. November 2020 weist das Bayerische Landesamt für Statistik 2.936.590 Rinder in 41.629 Haltungen nach. Die Zahl der Rinderhaltungen ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent (-1.341 Haltungen) gesunken. Der Rinderbestand verringerte sich um 2,5 Prozent (-76.431 Tiere).

Durchschnitttlich 42 Milckühe pro Betrieb

Die durchschnittliche Rinderzahl je Haltung lag im November 2020 bei 71 Rindern und damit um rund ein Rind höher als noch im Vorjahresmonat.

Milchkühe stellen mit 1.104.468 Tieren einen Anteil von 37,6 Prozent am gesamten Rinderbestand dar. Gegenüber dem Vorjahr wurde bei dieser Tierkategorie ein Rückgang um 4,5 Prozent (-1.243 Haltungen) auf 26.345 Milchkuhhaltungen festgestellt. Der Milchkuhbestand ging dabei um 2,1 Prozent (-23.706 Tiere) zurück. Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe je Milchkuhhaltung ist in Bayern im Zeitraum November 2019 bis November 2020 um rund ein Tier auf 42 Milchkühe angestiegen.
 

Rückgang auch bei Mutterkühen

Die sonstigen Kühe (Ammen- und Mutterkühe) sind im Vergleich zum Vorjahresmonat sowohl hinsichtlich Halter- als auch Tierzahlen leicht gesunken. Die Zahl der Kälber und Jungrinder umfasste zum 3. November 2020 insgesamt 857.769 Tiere, was einem Rückgang von 3,9 Prozent zum Vorjahresmonat entspricht. Bei Rindern von einem Jahr bis unter zwei Jahren wurde ein Bestand von 705.214 Tieren ermittelt. Den Hauptanteil stellten dabei mit 72,1 Prozent weibliche Tiere dar, wovon wiederum 85,3 Prozent (433.448 Rinder) für Zucht und Nutzung vorgesehen waren und 14,7 Prozent (74 676 Rinder) für die Schlachtung.

Es gab 201.671 Rinder, die zwei Jahre oder älter waren. Davon sind 7,6 Prozent (15.278 Tiere) Bullen oder Ochsen und 92,4 Prozent weibliche Rinder (186.393 Tiere). Von den weiblichen Rindern sind 91,3 Prozent (170.299 Tiere) für die Zucht und Nutzung vorgesehen und 8,6 Prozent (16.094 Tiere) für die Schlachtung.