Ackerbau

Weizen und Mais machen das Rennen

Ähre
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Dienstag, 28.07.2020 - 10:04

Die beiden Kulturen sind die am häufigsten angebauten Früchte auf bayerischen Äckern.

In Bayern werden 2020 rund 3.079 500 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung hervor. Davon entfallen nach Angaben des Landesamtes für Statistik 2.002.300 Hektar auf Ackerland, 1.063.500 Hektar auf Dauergrünland und 13.700 Hektar auf Dauerkulturen.

Bayerns Landwirte bewirtschaften mit 52,2 Prozent noch immer über die Hälfte des Ackerlandes mit Getreide zur Körnergewinnung einschließlich Körnermais und  Corn-Cob-Mix (CCM). Die hierfür genutzte Fläche ging allerdings im Vergleich zum Vorjahr um ca. 40.000 Hektar bzw. 3,7 Prozent zurück.

Hitliste der Fruchtarten

Die wichtigsten Fruchtarten zur Körnergewinnung sind wie in den Vorjahren Weizen mit 477.800 Hektar (45,7 Prozent) und Gerste mit 319.600 Hektar (30,6 Prozent). Körnermais/Mais zum Ausreifen einschl. CCM hat mit einer Anbaufläche von 118.300 Hektar einen Anteil von 11,3 Prozent.

Auf 431.200 Hektar wird Silomais/Grünmais angebaut. Somit ist Mais mit einer Anbaufläche von 549.500 Hektar insgesamt, was einem Anteil von 27,4 Prozent am gesamten Ackerland entspricht, weiterhin die bedeutendste Kulturpflanze in Bayern. 

Auf 114.400 Hektar des Ackerlands werden Handelsgewächse angebaut, wobei mit einer Anbaufläche von 83.000 Hektar der weitaus größte Teil auf den Winterraps entfällt. Nach einem starken Rückgang im Vorjahr hält sich die Fläche vom Winterraps in diesem Jahr auf Vorjahresniveau.

Weiter zugenommen hat die Anbaufläche von Sonnenblumen auf nun rund 4.800 Hektar.

Die Anbaufläche von Hackfrüchten (106.700 Hektar) besteht zu 58,9 Prozent aus Zuckerrüben ohne Saatguterzeugung (62.800 Hektar) und zu 40,8 Prozent aus Kartoffeln (43.600 Hektar). 

Die Anbaufläche von Hülsenfrüchten zur Körnergewinnung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 39.900 Hektar. Die wichtigsten Kulturarten in dieser Kategorie sind mit 17.700 Hektar die Sojabohnen gefolgt von den Erbsen mit 14.400 Hektar.