EU-Nitratrichtlinie

Umweltamt weist Gewässerrandstreifen aus

Josef Koch Redakteur Agrarpolitik
Josef Koch
am Donnerstag, 02.07.2020 - 14:21

Beim Landesamt für Umwelt können Landwirte ab sofort online nachschauen, wo welche Gewässerrandstreifen ausgewiesen sind.

Randstreifen

Für die großen Gewässer 1. Ordnung, wie Donau, Lech oder Main, sowie die mittelgroßen Gewässer 2. Ordnung, wie die Isen, die Große Laber oder die Fränkische Rezat, ist die Hinweiskarte ab sofort online über den Umweltatlas einsehbar. Grundlage der Gewässerrandstreifenkulisse bilden die Geodaten der bayerischen Landesvermessung im Maßstab 1:25.000. Der gewählte Maßstab biete den Verantwortlichen vor Ort ausreichend Orientierung für den notwendigen Gewässerschutz, teilt das Landesamt für Umwelt mit.

In den kommenden drei Jahren werden die Wasserwirtschaftsämter sukzessive die Gewässer 3. Ordnung erheben und dokumentieren: Das sind insbesondere Quellläufe und Bäche, die den Großteil des bayerischen Gewässernetzes ausmachen. Das Verfahren für das Erfassen der begleitenden Gewässerrandstreifen entwickeln in der aktuellen Pilotphase die Wasserwirtschaftsämter Ansbach, Bad Kissingen und München. In diesem Sommer wird bayernweit mit der Begehung begonnen.

Die Gewässerkulisse im Umweltatlas wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt im Verlauf der Arbeiten regelmäßig aktualisiert.

Entlang der bayerischen Gewässer sind mit der Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes Gewässerrandstreifen auszuweisen. In einem fünf Meter breiten Streifen am Gewässerrand ist eine acker- und gartenbauliche Nutzung nicht mehr zulässig. Auf staatseigenen Grundstücken an großen und mittelgroßen Gewässern hat sich der Freistaat Bayern selbst verpflichtet, die Breite des Gewässerrandstreifens auf 10 m zu verdoppeln.

Die „Orientierungshilfe Gewässerrandstreifen“, die die Bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung erstellt, bietet Hinweiskarten für die Flächenbewirtschaftenden, an welchen Gewässern ein gewässerbegleitender Randstreifen einzuhalten ist.