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Wirtschaftsdünger

So wirkt der Stallmist tatsächlich

Stallmist streuen
Wolfgang Piller
Wolfgang Piller
am Dienstag, 26.04.2022 - 15:49

Seit fast 40 Jahren düngen Forscher der LfL und ihre Vorgänger organische Dünger – auf immer der gleichen Fläche. Nur solche Dauerversuche geben Antworten auf bestimmte Fragen, und die Antworten werden immer wichtiger.

Stark gestiegene Mineraldüngerpreise rücken den Wert der organischen Düngung noch mehr in den Vordergrund. Doch wieviel mineralischer Stickstoff lässt sich durch organische Dünger überhaupt einsparen und welche Rolle spielt dabei die Anwendungsdauer? Verlässliche Antworten auf diese Fragen liefern nur Langzeitversuche.

In einem ortsfesten Dauerversuch in Puch im Landkreis Fürstenfeldbruck werden seit 1984 die Wirkungen unterschiedlicher Arten organischer Dünger zu einer Fruchtfolge mit Silomais, Winterweizen und Wintergeste getestet.

Gerade bei Stallmist ist die Antwort auf die Frage entscheidend, wieviel der Stickstoffwirkung im ersten Jahr nach dem Miststreuen den Pflanzen zugute kommt und wieviel erst später. Erste kurze Antwort: Der Mist wirkt vor allem über den Verlauf der Jahre. Und auch erst dann hilft er, den Mineraldünger-Etat zu entlasten.

Interessant ist auch, welche der Ackerkulturen mit dem im Boden gespeicherten Stickstoff am effizientesten umgeht. Die LfL-Forscher geben auch darauf die Antwort. Keine Antwort, aber ein Argument für die Diskussion um die Düngeverordnung liefert der Blick darauf, welche mit welchen Nährstoffanteilen die Ackerbauern tatsächlich rechnen können. Denn bei der Düngebedarfsermittlung müssen sie fest gesetzte Wirksamkeiten berücksichtigen.

 

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