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Fahrlässigkeit

Schuss auf Maishäcksler: Landwirt mit Kind in Fahrerkabine

Eva Eckinger
am Donnerstag, 15.09.2022 - 07:36

In Mecklenburg-Vorpommern hat ein Jäger bei der Wildschweinjagd einen Maishäcksler getroffen. In der Maschine befanden sich der Landwirt und sein Kind.

Am Wochenende kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall auf einem Feld im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern.

Wie die Polizeiinspektion Ludwigslust berichtet, ist am Samstag bei einer Wildschweinjagd auf einem Maisfeld in Brahlstorf bei Vellahn bei der Schussabgabe durch einen Jäger versehentlich eine Arbeitsmaschine getroffen worden.

Während Maisernte: Jäger schießt auf Wildschwein

Verletzt wurde dabei niemand, jedoch kam es zu Sachschäden an dem betroffenen Maishäcksler. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der 56-jährige Jäger auf ein Wildschwein schießen wollen, als er dabei das Schneidwerk der Arbeitsmaschine traf. Der Schütze soll sich bei der Jagd auf dem Feld auf einem Hochsitz auf dem Anhänger seines PKW befunden haben, so die Polizei.

Bei der laufenden Maisernte vor Ort soll dann ein Wildschwein aus dem Feld herausgelaufen sein, auf das der Jäger einen Schuss abgab.

Schuss auf Maishäcksler: Landwirt geht auf Jäger los

Das Projektil traf jedoch aus noch unbekannten Gründen die Arbeitsmaschine, melden die Beamten. Neben dem 39-jährigen Fahrer habe sich in der Führerkabine der Landmaschine auch dessen vierjähriger Sohn befunden. Beide blieben unverletzt. Nach dem Vorfall soll der aufgebrachte Landwirt auf den Jäger losgegangen sein und ihn geschlagen haben, wie die Polizei weiter berichtet. Der Jäger sei unverletzt geblieben, habe jedoch Anzeige wegen Körperverletzung gegen den 39-jährigen Häcksler-Fahrer erstattet.

Die Polizei stellte das Jagdgewehr und den Jagdschein des Jägers sicher. Zudem wird die Polizei die zuständige Waffen- und Jagdbehörde über diesen Vorfall informieren.