Z-Saatgut

Saatgutwechsel beim Getreide mit leichtem Anstieg

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 01.09.2020 - 12:01

Im Wirtschaftsjahr 2019/2020 ist der Anteil der mit Z-Saatgut bestellten Flächen auf 57 Prozent gestiegen.

Saatgutwechsel

Bonn - Auch beim Wintergetreide stieg der Saatgutwechsel von 52 auf 57 Prozent an. Die Werte liegen seit einigen Jahren auf einem stabilen Niveau. Zufrieden gebe man sich damit aber nicht. „Wir sehen hier auf jeden Fall noch ein großes Steigerungspotenzial“, sagt Dr. Dennis Hehnen, Geschäftsführer beim GFS. Man sei jedoch optimistisch, dass der Einsatz von Z-Saatgut in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt.

Hehnen argumentiert, dass mit dem Kauf von Z-Saatgut man nicht nur den züchterischen Fortschritt sichere, sondern man profitiere auch von geprüfter Qualität und im Zweifel vom Reklamationsmanagement. „Das gibt dem Landwirt eine Sicherheit, die er im Nachbau nicht hat.“ Zudem nehme gesundes keimfähiges Saatgut durch den Wegfall von bestimmten Pflanzenschutzmitteln und unter widrigen Umwelteinflüssen eine zunehmend wichtigere Rolle ein.

In der vergangenen Saison hätten viele Landwirte verstärkt mit Krankheiten wie Flugbrand zu kämpfen. Insbesondere Gerste sei ungewöhnlich stark betroffen gewesen. Dieses Problem könne zukünftig häufiger auftreten. Gerade deshalb sei es wichtig, mit gesundem Saatgut zu arbeiten, erklärt Hehnen.