Aus der Züchtung

Der Roggen ist im Kommen

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Karola Meeder Portrait 2019
Karola Meeder
am Dienstag, 08.01.2019 - 13:28

Das sagen zumindest Schätzungen der Saaten-Union. Demnach ist die Anbaufläche in Deutschland um 10 % gestiegen.

Roggen ist besonders robust und stresstolerant, dennoch sinken seit 2013 seine Anbauflächen stetig. Durch die Intensivierung des Pflanzenbaus scheinen viele Produktionsvorteile von Roggen bei einigen Landwirten in Vergessenheit geraten zu sein, schreibt die Saaten-Union in einer Pressemitteilung.

Mit der Aussaat 2018 verzeichnet die Saaten-Union aber wieder steigende Aussaatflächen. Nach erster Schätzung sei der Roggenanbau in Deutschland um zehn Prozent gestiegen und liege bei ca. 600.000 Hektar. Warum? Dafür liefert die Saaten-Union mehrere Gründe:

  • Ertragssicherheit: 2018 hat die Grenzen des Pflanzenbaus aufgezeigt.  Ertragssicherheit gewinnt an Bedeutung. Hybridroggen ist mit Abstand die effizienteste Getreideart, die bei knappen Wasservorräten und limitiertem Nährstoffangebot die höchsten Erträge erzielt und den geringsten Anspruch an Pflanzenschutzmittelaufwand stellt.
  • Futterknappheit: Ein weiterer Grund kann auch mit der Trockenheit 2018 in Verbindung gebracht werden – die Futterknappheit.Dort wo nicht ausreichend Silomais verfügbar ist, kann Roggen GPS eine potenzielle Versorgungslücke im Juni schließen. Die Nachfrage nach GPS Roggen war deutlich spürbar.
  • Positive Preisentwicklung: Durch das sehr knappe Roggenangebot und die geringen Vorräte ist davon auszugehen, dass Roggen auch noch bis zur Ernte 2019 stark nachgefragt wird.
  • Sinkende Rapsflächen: Schlechte Preise und zunehmende Probleme in der pflanzenbaulichen Führung sorgten für eine geringere Raps-Anbaufläche. Einen Teil der Flächen konnte Roggen für sich gewinnen.
Mit Material von Saaten-Union