Bodenkohlenstoff

Regenerative Landwirtschaft

Karola Meeder
Karola Meeder
am Freitag, 09.04.2021 - 06:30

Vor allem der Komposttee wurde bei uns in Deutschland gemeinsam mit dem Begriff „Regenerative Landwirtschaft“ bekannt.

Pflanze

Aber was ist diese regenerative Landwirtschaft überhaupt? Das lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen. Im Wesentlichen geht es dabei um die Regeneration des Boden-Kohlenstoffgehaltes – also um Humusaufbau. Dazu braucht es ein aktives Bodenleben, eine ausgewogene Bodenchemie und eine gute Bodenstruktur – die Schlüsselrolle aber haben die

Pflanzen: Sie binden durch die Photosynthese Kohlenstoff – einen Teil der dabei erzeugten Energie scheiden sie in Form von Zuckerverbindungen über ihre Wurzeln wieder aus. Diese Ausscheidungen wiederum nähren die Bodenorganismen. Das fördert deren Aktivität – also die Ab-, Um- und Aufbauprozesse im Boden. Und das wiederum verbessert die Nährstoffverfügbarkeit und fördert die Humusbildung. Die von Dr. Hörner zitierte Christine Jones prägte für diese Vorgänge den Begriff „Liquid Carbon Pathway“ (flüssiger Kohlenstoffweg). Bei Regenerativer Landwirtschaft geht es auch stark darum, im System zu denken und zu wirtschaften – ihren Ursprung hat die Regenerative Landwirtschaft in den USA.

Den Bekanntheitsgrad bei uns in Deutschland haben in den letzten Jahren Dr. Ingrid Hörner, Friedrich Wenz und Dietmar Näser erhöht. Bekanntheit hat auch der Praktiker Michael Reber aus der Nähe von Schwäbisch Hall erlangt. Über seine rege Tätigkeit in den sozialen Medien haben ihn viele bei der Umstellung seines Biogas-Betriebes hin zu regenerativen Wirtschaftsweisen begleitet. Inzwischen gibt er selbst entsprechende Seminare auf seinem Hof.

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