Rodentizide

Nager bekämpfen: Schärfere Auflagen

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Karola Meeder Portrait 2019
Karola Meeder
am Mittwoch, 28.11.2018 - 12:19

Neue Auflagen bei den Rodentiziden erschweren die Nagerbekämpfung: Einschränkungen bei den Anwendungsflächen und schärfere Kritierien für Köderstationen.

Bei der Neu- bzw. Wiederzulassung von Rodentiziden, das sind Mittel zur Nagerbekämpfung, wurden neue Anwendungsbestimmungen erlassen – darauf weist die LWF in ihrem aktuellen Blickpunkt hin. Die neuen Bestimmungen führen zum Verbot von Anwendungen gegen Erd-, Feld und Rötelmäuse, unter anderem in Natur- und Vogelschutzgebieten. Darüber hinaus werden strikte Anforderungen an die zu verwendenden Köderstationen gestellt. Die neuen Anwendungsbestimmungen finden sich im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des BVL (https://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/psm_node.html). Die neuen Vorgaben betreffen neben dem Einsatzgebiet Forst auch die Einsatzgebiete Acker-, Gemüse-, Hopfen-, Obst-, Wein- und Zierpflanzenbau sowie den Vorratsschutz und Grünland.

Einschränkung der Anwendungsflächen

Die bei den Neuzulassungen der Rodentizide „Arvalin“ und „Arvalin forte“ zur Feldmausbekämpfung sowie den Zulassungsverlängerungen von „Ratron Giftlinsen“ und „Ratron Giftweizen“ für Anwendungen gegen Feld-, Erd- und Rötelmaus erlassenen Anwendungsbestimmungen verbieten:

  • Anwendungen in Vogel- und Naturschutzgebieten (NT802). Bisher waren Ausnahmen des Anwendungsverbots in Naturschutzgebieten genehmigungsfähig.
  • Anwendungen auf Rastplätzen von Zugvögeln während des Vogelzuges. (NT803)
  • Anwendungen in Vorkommensgebieten des Feldhamsters sowie der Haselmaus, Birkenmaus und Bayerischen Kleinwühlmaus. (NT820)

Neue Anforderungen an Köderstationen

Köderstationen zur Ausbringung der Mittel „Arvalin“, „Arvalin forte“, „Ratron Giftlinsen“ und „Ratron Schermauss-Sticks“ müssen entsprechend der Bestimmung NT680:

  • mechanisch stabil, witterungsresistent und manipulationssicher sein,
  • in der Form so beschaffen sein und aufgestellt werden, dass diese möglichst unzugänglich für Nicht-Zieltiere sind,
  • für die Bekämpfung von Feld-, Erd- und Rötelmaus eine maximale Durchlassgröße von 6 cm im Durchmesser besitzen,
  • deutlich lesbar mit dem Warnhinweis „Vorsicht Mäusegift“, dem Hinweis „Kinder und Haustiere fernhalten“, der Giftnotrufnummer sowie der Angabe der/des Wirkstoffe/s beschriftet sein.
Mit Material von LWF