Ernte 2020

Maisreife: Bayern bleibt weiter zweigeteilt

Pflanzenbau
Dr. Joachim Eder, LfL Pflanzenbau, Freising
am Donnerstag, 03.09.2020 - 14:02

Im Vergleich zur Vorwoche gab es beim Silomais in Bayern TS-Zuwächse von im Mittel etwa 3 – 4 %.

Der durchschnittliche TS-Gehalt der Standorte des LfL Silomais Reifemonitorings liegt mittlerweile in etwa zwischen 25 % und 29 %. Die deutlichen Unterschiede zwischen dem Norden und Süden Bayerns bestehen weiterhin.

In Regionen Südbayerns wie z. B. bei den Proben in Traunreut (Lks. Traunstein) oder in Landsberg am Lech erreichen die Anfang Mai gesäten Sorten gerade einmal 21 – 23 % TS. Im Vergleich dazu sind in den wärmeren und trockneren Regionen Frankens auch spätreife Sorten bereits silierfähig.
Am Standort Schwarzenau (Lkr. Kitzingen) wurden zum 28. 8. selbst bei der spätreifsten Sorte im Reifemonitoring (P8888, S280) ein TS-Wert von 34 % erreicht, bei dem man mit der Ernte nicht mehr abwarten sollte. Bei den anderen Sorten ES Metronom (S240) und KWS Figaro (S250) ist in Schwarzenau mit 36,8 % bzw. 39,9 % der optimale Wert schon überschritten.

Saatzeitpunkt und Region sind entscheidend

Auch in Rotthalmünster (Lkr. Passau) wurden die Monitoringsorten Mitte April recht früh gesät – sie erreichen jetzt die Erntereife mit einem Wert von etwa 32 % am 28. 8.. Die spätreifere P8888 (S280) sollte dagegen hier noch ein bis zwei Wochen stehen bleiben.

Im übrigen Bayern fehlen im Durchschnitt je nach Region und Reifebereich noch bis zu 10 % an TS. Besonders spät wird es im Süden Oberbayerns. Hier kann bei einer stabilen Wetterlage und einer somit kontinuierlichen Abreife der Maisbestände wohl erst Ende September mit erntereifen Beständen bei Sorten im mittelfrühen Reifebereich gerechnet werden.