Statistik

Mais, Weizen und Gerste machen das Rennen

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Ulrich Graf
am Montag, 19.11.2018 - 15:49

Die drei Kulturen sind die drei wichtigsten Pflanzen in Bayern. Die Anbaufläche von Sojabohnen steigt um mehr als ein Drittel.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, beträgt die landwirtschaftlich genutzte Fläche nach den endgültigen Ergebnissen der repräsentativen Bodennutzungshaupterhebung 2018 in Bayern rund 3.099.900 Hektar, was einem Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Bayerns Landwirte bewirtschaften 2.022.600 Hektar, also fast zwei Drittel (65,2 Prozent) des genutzten Bodens als Ackerland, was einen Rückgang um 1,7 Prozent bedeutet. Mit einem Anbau von 541.400 Hektar, was über einem Viertel des Ackerlandes entspricht, ist Mais die bedeutendste Kulturpflanze in Bayern. Zu 78,4 Prozent wird dieser als Silomais/Grünmais (424.500 Hektar) und zu 21,6 Prozent als Körnermais/Mais zum Ausreifen einschließlich Corn-Cob-Mix (116.900 Hektar) angebaut.

Mit 1.087.600 Hektar sind rund 53,8 Prozent der Ackerlandfläche mit Getreide zur Körnergewinnung (einschl. Körnermais und Corn-Cob-Mix) bestellt. Die wichtigsten Fruchtarten dieser Kategorie und somit auch zweit- und drittbedeutendste Kulturpflanzen in Bayern sind Weizen mit 502.200 Hektar (24,8 Prozent Anteil am Ackerland) und Gerste mit 334.400 Hektar (16,5 Prozent Anteil am Ackerland). Mit einem Anteil von 97,8 Prozent wird Weizen überwiegend als Winterkultur angebaut. Die Gerste verteilt sich auf 228.400 ha bzw. 68,3 Prozent Wintergerste und auf 106.000 ha bzw. 31,7 Prozent Sommergerste.

Grünland macht ein Drittel aus

Auf 33 500 Hektar des bayerischen Ackerlands werden Hülsenfrüchte angebaut. Während hier die Sojabohne einen Anstieg von über einem Drittel (+38,2 Prozent bzw. +3.200 Hektar) auf 11.600 Hektar verzeichnen konnte, nahmen klassische Hülsenfrüchte ab, beispielsweise verringerte sich die Erbsenanbaufläche um 13,1 Prozent auf 12.800 Hektar. Bei der Ackerbohne konnte ein Rückgang um 8,0 Prozent auf 8.300 Hektar verzeichnet werden.

Auf 141 600 Hektar des Ackerlands werden Handelsgewächse angebaut, wovon 81,4 Prozent (115.200 Hektar) der Anbaufläche mit Winterraps bestellt ist. Von den 108.000 Hektar, die mit Hackfrüchten bepflanzt werden, entfällt der Großteil auf Zuckerrüben (69.000 Hektar), gefolgt von Kartoffeln (38.600 Hektar).

Nahezu gleichbleibend zum Vorjahr entfällt etwa ein Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche, nämlich 1.063.500 Hektar, auf Dauergrünland. Darunter machen Wiesen 67,3 Prozent (715.500 Hektar) und Weiden 29,1 Prozent (309.300 Hektar) aus. Auf den restlichen 0,4 Prozent der landwirtschaftlichen genutzten Flächen (13.800 Hektar) wurden Dauerkulturen angebaut.