Maisreife

Mais: Die ersten Häcksler können anrücken

Silage
Dr. Joachim Eder, LfL Pflanzenbau, Freising
am Donnerstag, 27.08.2020 - 14:12

Reifemonitoring Mais: Während in Franken die Ernte der frühen Maissorten teilweise schon beginnen kann, muss man in Südbayern noch Geduld haben.

Im Vergleich zur Vorwoche erzielte der Silomais aufgrund der nochmals sommerlichen Temperaturen TS-Zuwächse von im Mittel etwa 3 %. Der durchschnittliche TS-Gehalt der Standorte des LfL Silomais-Reifemonitorings liegt mittlerweile in etwa zwischen 23 und 26 % – je nach Sorte. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Standorten in Bayern.

In Regionen Südbayerns wie Traunreuth oder Günzburg werden je nach Sorte gerade mal um die 20 – 23 % TS erreicht. Im Vergleich dazu sind besonders die frühen Sorten mit S210 bis S230 in den wärmeren Regionen Frankens bereits silierfähig. Am Standort Schwarzenau (Lks. Kitzingen) wurden zum 21. August TS-Werte erreicht, bei denen – zumindest bei den Sorten aus dem frühen Reifebereich – mit einer Ernte begonnen werden sollte. Hier lagen die TS-Gehalte mit 34 bis 35 % bereits im optimalen Silierbereich.

Auch in Strass (Neuburg-Schrobenhausen) und Rotthalmünster (Lkr. Passau) erreicht die frühe Sorte Keops (S 210) Werte von 27 und 29 %. Somit wird auch in diesen Regionen der optimale Erntezeitpunkt für diesen Reifebereich in Kürze erreicht sein. In etwa zwei Wochen könnte hier auch die ersten Sorten mit der Reife S 240 bis S 250 soweit sein.
Im übrigen Bayern fehlen im Durchschnitt je nach Region und Reifebereich noch etwa 10 – 15 % an Trockensubstanz. Hier kann bei einer stabilen Wetterlage und einer somit kontinuierlichen Abreife der Maisbestände wohl frühestens ab Mitte September mit den ersten erntereifen Beständen im mittelfrühen Reifebereich gerechnet werden. Bis dahin ist noch etwas Geduld erforderlich.