Zuckerrüben

Keine Hilfe für Rübenanbauer

Demo Rübenanbauer
Thumbnail
Karola Meeder
am Montag, 28.01.2019 - 17:14

Kein Ausgleich für Verluste durch Neonics-Verbot - erst vergangene Woche haben Rübenanbauer auf ihre prekäre Lage hingewiesen.

An der schlechten Stimmung der Rübenanbauer ist natürlich nicht nur das Verbot neonicotinoider Beizen schuld - auch der Preisverfall und die gekoppelten Zahlungen in anderen EU-Staaten sorgen für Unmut. Aber zurück zu den Neonics: Der Wegfall neonicotinoider Beizen stellt die Rübenanbauer vor Herausforderungen - und dass es in anderen EU-Staaten Notfallzulassungen für diese Beizen gibt, sorgt für ungleiche Wettbewerbsbedingungen (mehr zum Thema lesen Sie im Wochenblatt, Heft 5). Auf einen staatlichen Ausgleich für wirtschaftliche Schäden aufgrund des Anwendungsverbots der Neonics brauchen Rübenbauern aber nicht hoffen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP hervor. Dort erklärt man, dass zurzeit keine  Kompensationsmaßnahmen geplant sind, da die möglichen ökonomischen Schäden für den Zuckerrübenanbau durch den Wegfall der neonikotinoiden Wirkstoffe nicht abgeschätzt werden könnten. Derweil geht die wirtschaftliche Vereinigung Zucker davon aus, dass der Verzicht auf Neonics den Deckungsbeirtag der Zuckerrüben um rund 300 €/ha schmälert.

Als Folge des EU-weiten Anwendungsverbots der Neonikotinoidwirkstoffe im Freiland rechnet die Bundesregierung mit einer Einschränkung des Zuckerrübenanbaus. Welche Kulturen auf einzelbetrieblicher Ebene möglicherweise anstelle von Zuckerrüben angebaut würden, könne von ihr nicht eingeschätzt werden, so die Regierung.

Mit Material von AgE