Verbraucherschutz

Kaum Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Einzelhandel
Agra-Europe
am Dienstag, 21.01.2020 - 10:40

Erzeugnisse aus Deutschland und anderen EU-Staaten sind deutlich geringer belastet als Produkte aus Drittstaaten.

Berlin - Auch im Jahr 2018 haben die von amtlicher Seite unter die Lupe genommenen Lebensmittel nur sehr geringe Mengen an Rückständen von Pflanzenschutzmittel aufgewiesen. Das hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter Verweis auf die Untersuchungsergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung aus dem Jahr 2018 mitgeteilt.

Wie die Behörde weiter mitteilte, fällt der Blick auf einzelne Kulturen allerdings ebenso unterschiedlich aus wie der auf die Herkunft der Produkte. So seien Erzeugnisse aus Deutschland und anderen EU-Staaten deutlich geringer belastet als solche aus Nicht-EUStaaten. Wie in den vorangegangenen Jahren seien bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Karotten, Kartoffeln und beliebten saisonalen Erzeugnissen, etwa Erdbeeren oder Spargel, kaum oder gar keine Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte festzustellen.

Kulturen mit den meisten Überschreitungen, bei mindestens 100 Proben, seien Bohnen mit Hülsen, Reis und Grünkohl gewesen, wo 18,8 % sowie 13,7 % beziehungsweise 11,9 % der Proben beanstandet worden seien.

Im Jahr 2018 seien lediglich bei 1,3 % der untersuchten Erzeugnisse aus Deutschland Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt worden.

Tendenzieller Anstieg

Gestiegen ist 2018 laut dem BVL die Zahl der Überschreitungen bei importierten Lebensmitteln aus Nicht-EU-Staaten, und zwar auf 8,8 %; 2017 seien es noch 6,3 % gewesen. Das Bundesamt beobachtet seit 2015 tendenziell einen Anstieg der Zahl der Überschreitungen.

Bei differenzierter Betrachtung der Daten zeige sich jedoch, dass die meisten Lebensmittel aus Drittstaaten wie Äpfel, Karotten, Tomaten, Orangensaft und alle untersuchten tierischen Lebensmittel nur gering belastet gewesen seien und keine oder nur wenige Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts aufgewiesen
hätten. Quoten von 15 % und mehr würden zumeist nur bei wenigen Produkten wie Gemüsepaprika, Bohnen und Hülsen, frischen Kräutern und Auberginen festgestellt.

Das BVL berichtete außerdem, dass auch 2018 - wie in den Jahren zuvor - in Lebensmitteln aus ökologischemAnbau durchgehend weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen worden seien als bei konventionell erzeugten.