GVO

Mit Gentechnik verunreinigtes Saatgut gefunden

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Karola Meeder Portrait 2019
Karola Meeder
am Montag, 03.12.2018 - 12:05

Bei der heurigen Saatgutauswertung der Bundesländer wurde von Mais und Soja je eine Partie mit Verunreinigungen entdeckt.

Bei der diesjährigen Saatgutauswertung der Bundesländer haben die zuständigen Behörden leichte Verunreinigungen in zwei von insgesamt 839 Saatgutproben entdeckt - darauf weist Bioland in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Bei den mehr als 500 Maisproben wurde in Niedersachsen eine verunreinigte Charge entdeckt. Eine weitere auffällige Probe mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) wurde in Sachsen-Anhalt bei Sojabohnen festgestellt. Die rund 250 getesteten Rapssaatgute waren hingegen zum siebten Mal in Folge frei von Verunreinigungen. Die restlichen Saatproben von Senf, Luzerne oder Tomate waren ebenfalls nicht auffällig. Zur Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft und der Saatguthersteller berichten Greenpeace, Bioland und die IG Saatgut regelmäßig über das Saatgutmonitoring der Bundesländer.

„Staatliche Kontrollen sind unerlässlich, um sauberes Saatgut für die Landwirte zu gewährleisten“, sagt Jan Plagge, Präsident Bioland e.V. „Die Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut muss daher fortgeführt werden. Sie ist für eine gentechnikfreie und nachhaltige Landwirtschaft existentiell. Gleichzeitig sollte das Saatgut, vor allem von Risikokulturen wie Raps, Mais und Soja, häufiger kontrolliert werden.“

 

Mit Material von Bioland