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Flächennutzung

Dauergrünland nimmt 2018 zu

Dauergrünland
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 06.03.2019 - 16:15

Die vorläufigen Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung 2018 in Bayern weisen für das Dauergrünland eine Zunahme um 16.500 ha aus.

Bereits im August 2018 hat das Bayerische Landesamt für Statistik die vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2018 in Bayern bekannt gegeben. Die Statistik weist für das Dauergrünland für 2018 einen vorläufigen Wert von 1.074.500 ha aus, 2017 waren es 1.058.000 ha.

Als Ursache dafür sind die hohen Auflagen für den Umbruch von Dauergrünland anzusehen.

Die Maßgaben dazu sind im Merkblatt Genehmigung einer Umwandlung von Dauergrünland aufgeführt (Stand März 2018). Zu den Auflagen zählen:

  • Die Genehmigungspflicht für eine Umwandlung von Dauergrünland besteht für alle landwirtschaftlichen Betriebsinhaber, die für das Jahr, in dem die Umwandlung erfolgen soll (Umwandlungsjahr), Direktzahlungen beantragen und von den Greeningauflagen nicht befreit sind. Betriebe, die im Umwandlungsjahr an der Kleinerzeugerregelung bei den Direktzahlungen teilnehmen und Ökobetriebe, die von den Greeningauflagen befreit sind, unterliegen somit nicht der Genehmigungspflicht. 
  • Für umweltsensible Dauergrünlandflächen (zum 1. Januar 2015 bestehendes Dauergrünland in Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebieten) besteht ein vollständiges Umwandlungs- und Pflugverbot. Ausgenommen davon ist lediglich die Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Fläche (z. B. Bebauung, Aufforstung). Die Umwandlung von umweltsensiblen Dauergrünlandflächen in nichtlandwirtschaftliche Flächen unterliegt seit dem 28. Oktober 2016 aber ebenfalls der Genehmigungspflicht.
  • Eine Umwandlungsgenehmigung ist grundsätzlich nur möglich, wenn mindestens im gleichen Umfang, wie Dauergrünland umgewandelt werden soll, neues Dauergrünland angelegt wird und nicht andere Versagensgründe einer Genehmigung entgegenstehen.

Stand ist damit, dass Dauergrünland überhaupt nicht umbrochen werden darf, sofern es sich um sensibles Dauergrünland handelt oder ein Ausgleich zu schaffen ist in mindestens gleichen Umfang. Damit kann Dauergrünland eigentlich nicht mehr schrumpfen.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bayern nach Hauptfruchtgruppen in 1 000 Hektar

Fläche und Anbaukultur

(Hauptnutzungsart / Kulturart / Fruchtart)

Jeweilige

Fläche im Jahr

2018 (vorläufig)

Jeweilige

Fläche im Jahr

2017

Jeweilige

Fläche im Jahr

2016

Fläche und Anbaukultur

(Hauptnutzungsart / Kulturart / Fruchtart)

1 000 ha

1 000 ha

1 000 ha

Landwirtschaftlich genutzte Fläche

darunter:

3 139,0

3 127,7

3 125,4

Ackerland

darunter:

Getreide zur Körnergewinnung1)

2 051,7

1 104,2

2 056,8

1 113,4

2 048,1

1 123,3

darunter:

     

Weizen

509,9

520,3

534,6

Roggen und Wintermenggetreide

36,3

33,5

35,4

Gerste

339,6

327,9

328,3

Körnermais/Mais zum Ausreifen (einschl. CCM)

118,4

120,4

125,4

Pflanzen zur Grünernte

darunter:

587,6

586,4

596,0

Silomais / Grünmais

429,7

426,3

435,3

Hackfrüchte

darunter:

109,5

113,1

100,3

Zuckerrüben ohne Saatguterzeugung

70,0

71,1

59,6

Kartoffeln

39,2

41,7

40,2

Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung1)

darunter:

33,8

33,3

30,1

Erbsen

12,9

14,7

16,3

Sojabohnen

11,7

8,4

6,5

Handelsgewächse

darunter:

143,4

142,6

133,6

Winterraps

116,9

118,4

110,0

Stillgelegte Flächen mit Beihilfe- / Prämienanspruch

48,7

44,8

42,6

Dauergrünland zusammen

1 074,5

1 058,0

1 063,3

© Bayerisches Landesamt für Statistik