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Biodiversität

Blühstreifen fördern Artenreichtum - selbst wenn sie gemulcht werden

Blumen am Feldrand
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 28.03.2022 - 13:07

Eine Studie zeigt, dass gemulchte Blühstreifen keine ökologischen Fallen für Wildbienen sind.

Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft hat im Rahmen des Projektes „Summendes Rheinland“ eine Studie im Journal of Insect Conservation veröffentlicht.

Aus ihr geht hervor, dass das von Naturschützer häufig vorgebrachte Argument, dass Blühstreifen zu eine Art Falle für Insekten würden, wenn sie gemulcht werden, nicht zutrifft. Die Gesamtbilanz der Blühstreifen erweist sich allemal als positiv.

Gemulchte Blühstreifen sind keine Ökologische Falle für Wildbienen

In Agrarlandschaft zählen Blühstreifen zu den häufig umgesetzten Naturschutzmaßnahmen. Allerdings bringen Naturschützer immer wieder vor, dass durch jährlich gemulchte Blühstreifen der Artenreichtum von Bestäubern nicht gesteigert werden kann und diese sogar ökologische Fallen darstellen würden.

Um diese Kritik zu überprüfen, wurden in der neu erschienenen Studie Wildpflanzenblühstreifen auf intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen angelegt und jährlich gemulcht. Über mehrere Jahre wurde hier die Biodiversität von Wildbienen und Tagfaltern untersucht und mit der Biodiversität von Referenzfeldrändern verglichen.

Die Ergebnisse der Blühstreifen zeigen eine Zunahme des Artenreichtums und der Abundanz sowie eine generelle Zunahme der Biomasse im Gegensatz zu den Referenzfeldrändern. Zwar ist davon auszugehen das beim Mulchen Tiere getötet werden, jedoch hat dies keine Auswirkungen auf die generellen positiven Effekte von hochwertigen Blühstreifen auf die Biodiversität von Bestäubern.