Ernte 2018

Bayerische Getreideernte bricht um fast elf Prozent ein

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Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Mittwoch, 22.08.2018 - 14:06

Aktuelle Ertragsmessungen bestätigen die bisher vorliegenden Schätzungen.

Nach den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ in Verbindung mit den Ertragsschätzungen der amtlichen Berichterstatter (Berichtsmonat Juli) wird nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik im Jahr 2018 in Bayern eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von rund 6.249.700 Tonnen (t) erwartet. Damit läge die Erntemenge voraussichtlich geringfügig über der Ertragsschätzung der amtlichen Berichterstatter vom Berichtsmonat Juni (6.221.400 t) und mit -10,8 Prozent immer noch
deutlich unter der des Vorjahres.

Nach den aktuellsten Meldungen ist der Durchschnittsertrag bei der flächenstärksten Getreideart Winterweizen auf 71,0 Dezitonnen (dt) zurückgegangen, das sind 6,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bei einer gleichzeitigen Flächenabnahme in Höhe von 2,1 Prozent auf 498.600 Hektar (ha) errechnet sich beim Winterweizen eine Erntemenge von rund 3,5 Millionen t, 9,0 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Hektarertrag bei Wintergerste liegt nach derzeitigen Berechnungen bei voraussichtlich 61,7 dt. Dies wäre ein Rückgang um 18,0 Prozent. Bei einer gegenüber dem Vorjahr geringfügig höheren Fläche von rund 231.600 ha (+0,9 Prozent zu 2017) errechnet sich eine Erntemenge von rund 1,4 Millionen t (-17,3 Prozent zu 2017).

Nach den derzeitigen Angaben liegt der durchschnittliche Hektarertrag bei Sommergerste bei 49,3 dt. Der gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Flächenertrag (-8,9 Prozent) wird durch eine Ausweitung des Anbaus auf rund 108.000 ha (+9,8 Prozent zu 2017) kompensiert. Die prognostizierte Erntemenge in Höhe von rund 532 200 t entspricht somit in etwa der des Vorjahres.

Der Ertrag bei Roggen und Wintermenggetreide liegt voraussichtlich bei 47,7 dt, das ist ein Minus von 6,4 Prozent gegenüber 2017. Da die Anbaufläche auf rund 36.300 Hektar (+8,3 Prozent) gestiegen ist, würde die Erntemenge immerhin noch um 1,5 Prozent auf 173.400 t zunehmen.

Bei Winterraps sind nach den Angaben deutliche Ertragseinbußen zu erwarten. Der geschätzte Hektarertrag von 32,6 dt unterschreitet den Vorjahreswert erheblich (-14,6 Prozent). Da auch die Winterrapsfläche mit voraussichtlich 116-900 ha (-1,3 Prozent zu 2017) leicht rückläufig ist, reduziert sich die prognostizierte Erntemenge deutlich auf nur noch rund 381.100 t (-15,7 Prozent zu 2017).