Zucker

Anbaufläche von Zuckerrüben sinkt

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Ulrich Graf
am Freitag, 24.05.2019 - 16:38

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker geht vorläufig von einem Rückgang der Vertragsfläche auf rund 379.000 ha aus.

Berlin – Das Statistische Bundesamt hatte in der vergangenen Woche eine Schätzung der Zuckerrübenanbaufläche herausgegeben. Die Zahl von 437.000 ha war jedoch falsch und wurde zwischenzeitlich deutlich nach unten korrigiert. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) geht vorläufig von einem Rückgang der Vertragsfläche auf rund 379.000 ha aus. Das sind ca. 12.000 ha weniger gegenüber dem Vorjahr.
 
Die Verträge für diese Anbaufläche wurden geschlossen, als die Folgen des Anwendungsverbots von Neonicotinoiden bei der Beizung des Zuckerrübensaatguts noch nicht absehbar waren. Mittlerweile geht die WVZ von deutlichen Ertragsverlusten aus, da anstelle der verbotenen Neonicotinoide nur weniger wirksame Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen zur Verfügung stehen. Derartige Einschränkungen haben Landwirte in anderen Ländern nicht.
 
In diesen Wochen entscheiden viele Landwirte über ihren Rübenanbau im nächsten Jahr. Die WVZ sind in der aktuellen Situation eine fortdauernde Wettbewerbsverzerrung zu Lasten deutscher Anbauer bei Pflanzenschutzmitteln und Sonderprämien für den Rübenanbau. Sie erwartet deshalb einen weiteren deutlichen Rückgang der Anbaufläche in 2020.