Bodenschutz

Anbau von Zwischenfrüchten ausgeweitet

Zwischenfrucht_blühend
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 26.10.2021 - 08:52

Zwischenfrüchte sind Nahrung für Insekten, erhöhen die biologische Bodenaktivität, verbessern die Bodenstruktur und schützen vor Erosion.

Zwischenfruchtanbau

Wurden 2009 noch auf elf Prozent der Ackerfläche Zwischenfrüchte angebaut, so waren es 2019 schon fast 17 Prozent.

Im Anbauanteil gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg überstieg der Anteil jeweils die 20-Prozent-Marke.In den neuen Bundesländern ist der Anteil durchgehend geringer. Ein Grund dafür könnten die geringen Niederschläge sein. Hier stellen Zwischenfrüchte eine Konkurrenz um Wasser bei den Hauptfrüchten dar.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die Tierhaltung. Zwischenfrüchte werden häufig vor der Sommerung Silomais angebaut. Der Silomais wird wiederum wird primär in Tierhaltungsbetrieben angebaut.

Vielseitige Nutzung

Zwischenfrucht

Die häufigste Nutzungsart der Zwischenfrüchte war 2019 die Gründüngung: 87 Prozent der Zwischenfrüchte wurden in den Boden eingearbeitet.

Zwischenfrüchte, die für die Futtergewinnung verwendet werden, haben 2019 gegenüber den letzten Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass in den sehr trockenen Jahren 2018 und 2019 Dauergrünlandflächen auf Grund des geringeren Wachstums seltener abgeerntet werden konnten und somit die Futtermittel knapp wurden. Eine eher untergeordnete Rolle spielt die Energiegewinnung bei den Zwischenfrüchten. Sie belief sich 2019 auf zwei Prozent.