Rohstoffe

Anbau nachwachsender Rohstoffe blieb 2020 stabil

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 22.03.2021 - 13:19

Die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland umfasste 2020 geschätzte 2,58 Millionen Hektar. Seit 2014 bewegt sie sich auf einem Niveau zwischen 2,5 und gut 2,75 Mio. Hektar.

Pflanzliche Rohstoffe

Mit einem Anteil von über einem Fünftel der Ackerflächen in Deutschland stellen Nawaros ein bedeutendes Standbein für Landwirte dar. Gemeinsam mit den Waldbesitzern erzeugen diese den in Deutschland mengenmäßig wichtigsten erneuerbaren Energieträger Biomasse. Außerdem liefern sie Rohstoffe für Chemikalien und Produkte.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) erhebt die Anbauzahlen nachwachsender Rohstoffe in der Landwirtschaft jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Ihre Hauptaufgabe ist die Projektträgerschaft und Betreuung des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe für Forschung, Entwicklung und Demonstration des BMEL sowie weiterer Fördermaßnahmen. Eine Zusammenfassung ihrer Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 findet sich im aktuellen  Jahresbericht, der auf mediathek.fnr.de zur Verfügung steht.

Den Löwenanteil der Anbaufläche nahmen mit 1,55 Mio. Hektar die Energiepflanzen für Biogasanlagen ein. Der Maisanteil auf dieser Fläche lag nach wie vor bei knapp zwei Dritteln. Auch bei den sonstigen Biogas-Energiepflanzen Getreide, Gräser, Zuckerrüben und Durchwachsene Silphie gab es kaum Veränderungen.

Der Rapsanbau für Biokraftstoffe stieg nach einem spürbaren Rückgang 2019 in 2020 wieder um rund 60.000 Hektar auf geschätzte 575.000 Hektar an.

Festbrennstoffe vom Acker wie Miscanthus oder schnellwachsende Baumarten blieben in ihrem Anbauumfang weitgehend stabil, ebenso wie Pflanzen für Industriestärke, Industriezucker und technische Öle sowie Arznei- und Faserpflanzen. Lediglich die Anbaufläche für Bioschmierstoffe aus Rapsöl stieg um etwa 12 Prozent.