Biodiversität

Ackerwildkräuter: Viel Biodiversität, wenig Konkurrenz

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Bayerische Kulturlandstiftung
am Montag, 14.12.2020 - 13:56

Die Ergebnisse des Projekts „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft“ wurden vorgestellt.

Adonis-aestivalis-Sommer-Adonisröschen

Von 54 Arten Samen gesammelt, auf regionaler Ebene vermehrt und auf geeigneten Flächen ausgesät, das ist eine Kennzahl des Projektes „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft“. Durch das Engagement vieler Landwirtinnen und Landwirte konnten darüber hinaus rund 46 ha (66 Ackerflächen) naturschutzfachlich aufgewertet werden.

Fünf Jahre lang hat sich die Bayerische KulturLandStiftung gemeinsam mit der TU München mit dem Projekt für die produktionsintegrierte Förderung gefährdeter Ackerwildkrautarten eingesetzt. Im Vordergrund standen konkurrenzschwache Arten, die den Kulturertrag kaum schmälern und gleichzeitig Biodiversität und Ökosystemleistungen auf Ackerstandorten befördern. Dies trifft auf etwa 90 % der rund 330 Ackerwildkrautarten in Deutschland zu, nur 10 % gelten als Problemunkräuter.

Rund ein Drittel der Ackerwildkrautarten ist gefährdet oder bereits ausgestorben. Ziel des Projekts war es deshalb, diesen Arten auf Ackerrandstreifen oder ganzen Schlägen durch eine angepasste ackerbauliche Bewirtschaftung einen Lebensraum zu bieten. Dies ist insbesondere in Getreidebeständen durch Verzicht auf Beikrautkontrolle und Reduktion der Düngung möglich.
Über das Projekt hinaus ist die Umsetzung und Finanzierung ackerwildkrautfreundlicher Bewirtschaftung über produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen auf wechselnden Flächen, Ökokonten und das Vertragsnaturschutzprogramm (H11) möglich.
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