Unfallprävention

Der Winterdienst muss auch am Hof funktionieren

Schneeglätte1
Johannes Probst, SVLFG
am Donnerstag, 21.01.2021 - 08:33

Sturzunfälle durch Ausrutschen auf Schnee und Glatteis bilden in den kalten Wintermonaten die Spitze an Unfällen.

Sturzunfälle durch Ausrutschen auf Schnee und Glatteis bilden in den kalten Wintermonaten die Spitze an Unfällen. Insbesondere durch den mangelnden Winterdienst in der Landwirtschaft. Vor allem ältere Personen, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben eine unverzichtbare Arbeitskraft darstellen, sind häufig von schwersten Verletzungen betroffen. Wirbelbrüche mit Querschnittslähmungen, Beckenbrüche mit schlechtem Heilverlauf, Frakturen an Armen und Beinen mit langen Einbußen der Mobilität sind dabei keine Seltenheit. An den Sturzfolgen leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen.

Aber Vorsicht: Auch ein anscheinend perfekt geräumter Innenhof birgt noch Gefahren. An unebenen, vertieften Stellen können sich häufig kleinere Wasserinseln bilden, die sich bei Frost zu sehr gefährlichen Sturzstellen wandeln (siehe Bilder oben). Sind diese zusätzlich mit Schnee bedeckt, ist ein Sturz vorprogrammiert. Es genügt deshalb nicht, die Hoffläche nur von Schnee zu befreien. Zusätzlich muss präventiv Streusalz ausgebracht werden. Am besten schafft man sich das Streusalz bereits im Herbst in ausreichender Menge an. Es ist nicht nur billiger, sondern ist somit auch für den ersten Frost griffbereit.
Fragen dazu beantwortet die Berufsgenossenschaft (Dagmar Kühl, Landshut, Tel. 0561/78513631; Rita Kanjo, Augsburg und München, Tel. 0561/78513172 sowie Marianne Schön, Bayreuth und Würzburg, Tel. 0561/785 13480).