Straßenverkehr

Unfälle vermeiden

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Helmut Süß Portrait 2019
Helmut Süß
am Donnerstag, 16.04.2020 - 14:46

Wie können landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr immer sicher ans Ziel kommen? Tipps zum richtigen Verhalten.

Verkehrsteilnehmer stoßen oft an Grenzen, wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind. Leider kommt es dabei auch immer wieder zu Unfällen. Die Ausstattung der Maschinen muss deshalb immer den Grundsätzen des Straßenverkehrsrechts entsprechen. Dabei gilt es, die Verkehrssicherheit zu wahren und nicht zuletzt, Folgeprobleme mit der Versicherung zu vermeiden.
Durch die wachsenden Betriebe werden auch die Fahrzeuge und deren Ladungen immer größer und auch die zurückgelegten Entfernungen wachsen stetig. Noch dazu ist der Zeitraum gerade für die Silagearbeiten witterungsbedingt sehr begrenzt, wodurch oft auch bis in die Nachtstunden gearbeitet wird. Die Akzeptanz der Bevölkerung wird gelegentlich bis an die Grenzen strapaziert. Oft haben betroffene Mitbürger keinen landwirtschaftlichen Hintergrund mehr und deshalb kein oder kaum Verständnis für verschiedene Situationen, die den Landwirten als normal und selbstverständlich vorkommen.
Grundsätzlich müssen natürlich alle gesetzlichen Regelungen und Vorgaben eingehalten werden. Schon im eigenen Interesse sollten alle Beteiligten Sorge dafür tragen, dass z. B. die Fahrer über den nötigen Führerschein verfügen und Geschwindigkeits- bzw. Gewichtsbeschränkungen eingehalten werden.
Zur Vermeidung von Unfällen oder Konflikten kann bereits vor der Erntesaison selbst vieles getan werden. Dazu gehören auch eine richtige Wartung und Pflege der Maschinen und Geräte. Aber auch das Verhalten auf der Straße sollte von gegenseitiger Vorsicht und Rücksichtnahme geprägt sein.

Tipps für ein respektvolles und sicheres Miteinander

Wir stellen acht Tipps zum Verhalten im Verkehr und im Arbeitseinsatz vor:

  1. Die Geschwindigkeit bei Ortsdurchfahrten deutlich reduzieren. Das heißt: runter vom Gas.
  2. Erfahrene „Lenker“ fahren immer der Situation angepasst. Die Sicherheit hat Vorrang.
  3. Ladungssicherung und Sauberkeit: Dreck und Futter gehören nicht auf die Straße.
  4. Sonntagsruhe beachten: An Sonn- und Feiertagen sollte nur in Ausnahmen gearbeitet werden. Das gleiche gilt bei Nacht.
  5. Die Transportbreite von Arbeitsgeräten darf ohne Genehmigung 3 m nicht übersteigen.
  6. Nach der 35. Ausnahmeverordnung der StVZO darf die Fahrzeugbreite bei der Ausstattung mit Breitreifen 3 m betragen. Der Fahrzeugaufbau darf aber nur 2,55 m breit sein.
  7. Bei einem Zug mit mehr als 4 Achsen darf das Zuggesamtgewicht 40 t betragen. Auf die Einhaltung der Einzelgewichte, Achslasten und Stützlasten ist zu achten.
  8. Zuglänge überschritten? Eine Zugmaschine mit Anhängern darf maximal 18,75 m lang sein. Es wird von der äußersten Vorderkante (inkl. Gewicht) bis zur Hinterkante des Anhängers gemessen.
Auf der Straße und bei der gemeinschaftlichen Silageernte gilt: Es geht nur miteinander. In einer der nächsten Wochenblatt-Ausgaben berichten wir über die Situation bei überbreiten Fahrzeugen.