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Düngetechnik

Neues Grenzstreuverfahren von Amazone

Exaktstreuer
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 01.02.2022 - 15:28

Nur da streuen, wo der Dünger den Pflanzen nützt, verspricht der Hersteller mit seinem neuen BorderTS-Schirm.

Um bei großen Arbeitsbreiten an der Feldgrenze noch präziser düngen zu können, hat AMAZONE den BorderTS-Schirm für die Anbaustreuer ZA-TS und die Anhängestreuer ZG-TS entwickelt. Anders als bei herkömmlichen Grenzstreuschirmen ist BorderTS in die Software des Düngerstreuers eingebunden. Der neue Schirm wird kombiniert mit dem scheibenintegrierten Grenzstreusystem AutoTS eingesetzt und weist eine besondere Lamellenstruktur auf.

Auf größeren Arbeitsbreiten verdeutlicht sich laut Hersteller der Vorteil von AutoTS. Bei diesem scheibenintegrierten Grenzstreusystem wird eine kurze Streuschaufel aktiviert, sodass der Dünger eine geringere Beschleunigung erfährt und folglich eine kürzere Flugbahn beschreibt. Das soll sich auch im Ertrag niederschlagen, der bis zu 17 % gegenüber herkömmlichen Grenzstreusystemen liegt.

Diese beiden Grenzstreusysteme funktionieren nach dem Prinzip, von der ersten Fahrgasse aus zum Feldrand zu streuen.

Um noch höhere Erträge am Feldrand zu erzielen, kann jetzt in Kombination mit AutoTS zusätzlich der neue BorderTS-Schirm zum Einsatz kommen. Mit BorderTS wird der Dünger direkt von der Feldgrenze aus in den Bestand gestreut. Die zur Feldgrenze gewandte Dosieröffnung ist dabei geschlossen. AMAZONE hat den neuen BorderTS-Schirm speziell für die TS-Streuwerke entwickelt, sodass in Verbindung mit AutoTS gute Ergebnisse in der Querverteilung bis zum Feldrand erreicht werden, ohne Dünger über die Grenze hinwegzuwerfen. Im Randbereich lässt sich damit auf den äußeren fünf Metern ein Mehrertrag von bis zu 27 % gegenüber herkömmlichen Grenzstreusystemen erzielen, verspricht Amazone.

Randscharfes Düngen

Düngerstreuer

Neben dem Einsatz des neuen BorderTS-Schirms auf Flächen mit Reihenkulturen oder besonderen Fahrgassensystemen, kann der Schirm besonders effektiven Einsatz zur ersten Gabe finden. Hierbei ist immer entscheidend, dass die volle Düngermenge bis exakt an die Feldgrenze heran appliziert wird, ohne Dünger darüber hinauszuwerfen. Wobei das Wachstum der überfahrenen Pflanzen im Randbereich bei der ersten Gabe nicht nachhaltig beeinträchtig wird.

Lamellenstruktur und Software-Integration

Exaktstreuer

Bei großen Arbeitsbreiten muss der Dünger deutlich stärker beschleunigt werden, um einen guten Überlappungsbereich mit dem Streufächer der ersten Fahrgasse zu erzielen.

Auf Grund der hohen Energie der Granulate ist die Querverteilung bei herkömmlichen Systemen hinter dem Traktor oft unbefriedigend. Der BorderTS-Schirm verfügt über eine besondere Lamellenstruktur und ein Leitblech, welches in der Neigung eingestellt werden kann.

Durch die Lamellen wird den Granulaten zunächst die Energie genommen, und im Anschluss werden diese über das Leitblech schonend zu Boden geleitet. Für die bessere Ausbringung bis zur Feldgrenze kann das Leitblech stufenlos eingestellt werden. Darüber hinaus erfasst ein Sensor die Arbeitsstellung.

Ist der Schirm im Einsatz, werden automatisch die Menge sowie der Aufgabepunkt des Düngers auf der Streuscheibe angepasst, um in Kombination mit dem scheibenintegrierten Grenzstreusystem AutoTS eine bestmögliche Querverteilung zu gewährleisten. Selbstverständlich kann die Ausbringmenge jederzeit manuell übersteuert werden, um auf besondere Situationen zu reagieren.