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Rübenroder

Neuer Holmer Terra Dos 5: Exklusive Rübenroder-Premiere

Terra Dos 5: Die fünf Herausforderungen bei der Rübenernte wurden beim Terra Dos 5 versucht zu lösen. Dazu gehört das durchdachte Konzept der intuitiven Bedienung: Dabei werden nicht nur die wesentlichen Daten angezeigt, sondern diese auch intelligent interpretiert.
Helmut Süß
Helmut Süß
am Mittwoch, 28.09.2022 - 11:07

Erste Eindrücke: Einfach zu bedienen, geeignet für unterschiedlichste Erntebedingungen und dazu arm an Wartungsaufwand und Verschleiß.

Saubere Rübe: Die Reinigungsfläche der Siebsterne wurde insgesamt um 7,5 % erhöht.

Einem exklusiven Journalistenkreis hat Holmer in Eggmühl letzte Woche seinen neuen Terra Dos der Serie 5 vorgestellt, der erst zur Sima in Paris im November international präsentiert wird. Das Wochenblatt dürfte den Roder erstmalig im Praxiseinsatz sehen und probefahren.

Michael Gallmeier, Leiter der Entwicklungs-Abteilung bei Holmer Maschinenbau, führte vor dem Praxiseinsatz zunächst die fünf Herausforderungen in der Zuckerrübenernte aus. Daran orientierten sich die Lösungsansätze des neuen Roders:

Bedieungungskomfort verbessert

Durchdachtes Konzept der intuitiven Bedienung: Dabei werden nicht nur die wesentlichen Daten angezeigt, sondern diese intelligent interpretiert.

Fachkräftemangel ist nicht nur in der Zuckerrübenernte ein Problem, aber dort sind Fahrer bei dem engen Zeitfenster in der Ernte maßgeblich. Um die komplexen Maschinen besser und leichter zu bedienen, hat sich Holmer einiges einfallen lassen. Neben den besonderen Komfort in der sehr großen Kabine mit Fußbodenheizung wurde das Bedienterminal grundlegend erneuert. Mit Farbcodierung kann der Fahrer auf einen Blick erkennen, ob die jeweiligen Maschineneinstellung im grünen oder vielleicht im roten Bereich sind. Zudem sorgen Automatisierungsfunktionen für ein leichteres Beherrschen der Maschine.

Natürlich sind die Kosten elementar: Mit vielen Detailverbesserungen konnte der Wartungsaufwand und der Verschleiß minimiert werden. Der bewährte MTU-Motor mit 480 kW (644 PS) verbraucht nur 180 bis 190 kg/kWh. Die Ölfilter werden nicht mehr nach Laufzeit bzw. Intervall, sondern nach Bedarf gewechselt. Hierbei wird das Öl permanent gefiltert. Viele Bauteile sind aus dem sehr harten Hartox-Stahl gefertigt, was die Standzeiten verlängert; die geschmiedeten Siebsterne sind verstärkt und jetzt einzeln austauschbar und auch am Elevator wurden Verbesserungen durchgeführt.

Variabel auf Ertebedinungen einstellbar

Da Erntebedingungen sehr variabel sind, sollte sich die Maschine leicht darauf einstellen lassen, wie der längsverstellbare Zwangseinzug oder Walzentisch.

Die Haubenkonstruktion beim Schlegler wurde verändert, dadurch ist die Saugkraft der Schlegelmesser höher und auch welke Blätter und zunehmend auch vorhandene Unkräuter werden besser aufgenommen. Die Tasträder sind ebenfalls größer dimensioniert und die Reinigungsfläche der Siebsterne wurde um 7,5 % erhöht.

Bodendruck minimieren

Um den Bodendruck zu minimieren, bietet Holmer verschiedene Lenkungsarten wie Hundegang an. Auch am zulässigen Gesamtgewicht wurde gearbeitet und rund 500 bis 600 kg eingespart, was auch die unterschiedlichen Anforderungen bei der Straßenzulassung erleichtert. Neu bzw. umweltfreundlich ist auch die Freigabe für biologisch abbaubare Hydrauliköle sowie die reduzierten Ölwechsel.

Zuletzt spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle. Neben den Internet-Funktionen „MyHolmer“ oder „Easy-to-Help“ ist die intelligente Interpretation der Maschinendaten und die Konfiguration der Maschinen sehr wichtig. Das Display-Layout wurde für den schnellen Überblick neu angelegt.

Erste Probefahrt

Bei der Probefahrt konnten die Journalisten die intuitive Bedienung bestätigen. Dabei werden nicht nur die wesentlichen Daten angezeigt, sondern diese intelligent interpretiert.