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Universalstreuer

Joskin Tornado Universalstreuer mit neuem Kasten

Den Joskin Tornado gibt es als Ein- und Zweiachser. Die Fräswalzen können sowohl vertikal als auch horizontal verbaut werden.
Leander Hoffmann
am Montag, 21.11.2022 - 07:10

Der Joskin Tornado Universalstreuer wurde überarbeitet. Wieso der Kasten sich jetzt besser entleert und welche Optionen für den Joskin Tornado zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier.

In der Ausstattung Horizon hat der Joskin Tornado liegende Walzen. Die Treibteller verteilen das Streugut auf 12 bis 22 Meter.

Der Joskin Tornado Universalstreuer wurde bereits Ende der 90er Jahre eingeführt. Seither wurde die Miststreuer-Baureihe von Joskin stetig weiterentwickelt und verbessert. Die neueste Generation des Joskin Tornado kommt mit einem neuen Kasten, vielen kleinen Anpassungen und einem neuen, modernen Design. Je nach Modell kann er ein Volumen von 8,6 m³ beim kleinsten Modell bis 22,4 m³ beim größten Modell transportieren. Der Kasten und weitere Komponenten wie die Deichsel und der Rahmen der Fräswalzen sind aus HLE-Stahl gefertigt. Joskin bezeichnet die Bauweise als sehr widerstandsfähig und dennoch dynamisch, da der Joskin Tornado ohne Seitenverstärkungen am Kasten auskommt und so ein reduziertes Eigengewicht erreicht. Der Joskin Tornado kann auch über ISOBUS oder Load Sensing betrieben werden.

Joskin Tornado mit neuem Kastenaufbau

Der Kasten des Joskin Tornado ist noch konischer als beim Vorgänger. Das sorgt für eine bessere Entleerung und Reinigung.

Der Joskin Torndao Universalstreuer hat einen neu gestalteten Kasten bekommen. Im Verlgeich zur Vorgänger-Serie ist der Kasten noch konischer und die Seitenwände noch glatter. Das soll laut Joskin für eine bessere Entleerung und Reinigung sorgen. Um die Gleichmäßigkeit beim Streuen zu erhöhen ist der Auslauf des Kastens verbreitert worden. Der breite Auslauf ermöglicht, dass sich das Streugut etwas ausdehnen kann, bevor es von den Fräswalzen verteilt wird. Die Hydraulikleitungen sind in der neuesten Generation in die Seitenwände integriert, wodurch sie nicht in Kontakt mit dem Streugut kommen. Die Kotflügel sind mit einer Neigung von 45° so gestaltet, dass kein Material darauf liegen bleibt.

Joskin Tornado als Ein- und Zweiachser

Der Joskin Tornado ist sowohl als einachsiger Streuer als auch mit zwei Achsen verfügbar. Beim einachsigen Modell ist die groß dimensionierte Achse unter dem Kasten verschraubt. Je nach Reifenkonfiguration kann die Achse leicht verschoben werden, um die richtige Last an der Zugöse zu erreichen. Alle Tornado-Zweiachser haben eine Nachlaufachse und sind mit der sogenannten Hydro-Tandem-Federung ausgestattet. Sie vereint leichte Zugkraft und optimale Fahrstabilität.

Umfangreiche Standardausrüstung für Universalstreuer

Das Streugut im Joskin Tornado wird über den Transportboden zu den Fräswalzen befördert. Über ein doppeltwirkendes Hydraulikventil kann die Laufrichtung des Transportbodens eingestellt werden. Der Joskin Tornado Miststreuer ist standardmäßig mit einer einfachen, hydraulischen Deichselfederung ausgerüstet. Zum Stillstand kommt er mit einer Druckluftbremse. Zur weiteren werksseitigen Ausstattung zählen eine verzinkte Zugangsleiter, eine Hydraulikkufe zum Abstellen sowie eine Weitwinkelgelenkwelle. Die standardmäßigen Voll-LED-Rückleuchten können händisch eingeschoben werden.

Fräswalzen im Joskin Tornado: horizontal oder vertikal?

Den Joskin Tornado gibt es entweder mit vertikalen Fräswalzen oder mit einem Streutisch und horizontalen Fräswalzen. Am weitesten verbreitet sind vertikale Fräwalzen, da diese preisgünstiger und wartungsärmer sind. Mit der vertikalen Bauweise kann besonders schwerer, strohhaltiger Mist auf 7 bis 16 Meter ausgebracht werden. Die Fräswalzen drehen dabei mit 423 U/min und verteilen das Streugut. Die Ausführung Joskin Horizon hat horizontale Fräswalzen verbaut. Diese Bauweise soll sich besonders für leichtes Streugut und große Breiten von 12 bis 22 Meter eignen. Auch eine geringe Dosierung von 5 Kubikmeter pro Hektar ist mit horizontalen Fräswalzen möglich. Die Fräswalzen zerkleinern das Streugut, werfen es gegen die geschlossene Ausbringhaube und von dort fällt es auf zwei Treibteller, die das Streugut dann auf dem Feld verteilen. Die Bedienung der Horizon-Modelle erfolgt standardmäßig über den Joskin Ferti-Control 4000 Bedienkasten.

Joskin Tornado mit vielen Extras

Die Universalstreuer-Baureihe Tornado von Joskin kann mit zahlreichen optionalen Ausstattungsmöglichkeiten individuell an die Bedürfnisse jedes Kunden angepasst werden. Dazu zählen beispielsweise Holz- oder Aluminiumaufsätze (250mm), die das Ladevolumen erhöhen. Außerdem gibt es Randstreuklappen für das Streuen am Feldrand mit angrenzenden Straßen oder Gewässern. Der bei den Horizon-Modellen standardmäßige feuerverzinkte Dosierschieber kann auch bei den anderen Modellen nachgerüstet werden. Für die Bedienung gibt es verschiedene Terminals und Steuerkästen, unter anderem das Ferti-Control 500 und 4000, sowie das Touch 800 Terminal..